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Mittwoch, 23. Mai 2012 | 14:06 Uhr
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Rollen-Wechsel
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Rollen-Wechsel
In „Rubbeldiekatz“ spielt Max von Thun einen Schauspieler, den er ganz offen „eine tragische Wurst“ nennt. Davon ist er aber selbst weit entfernt.
 

Das nennt man dann wohl Karriere­hoch: Nach starken TV-Auftritten wie in „Geliebter Johann Geliebte Anna“ startet der in München lebende Österreicher Max von Thun jetzt auch im Kino in "Rubbeldiekatz" richtig durch. Entsprechend entspannt stellte er sich im tele-Interview den Fragen zum neuen Buck-Film.

tele: Welche Art Komödie ist „Rubbeldiekatz“?
Max von Thun: Ich stecke Filme nicht gerne in Schubladen. Fakt ist aber, dass es eine durchaus kommerzielle Komödie ist, mit einigen skurrilen und subtilen Zwischentönen, aber auch typischem Detlev-Buck-Humor. Und das Ganze verpackt in einem – wie ich finde – Feelgood-Movie.

Der Film ist jedenfalls sehr vielschichtig. Wie würden Sie Ihren Part beschreiben?
Ich spiele den deutschen Oscar-Preisträger Thomas Henning und die zwei Rollen in den Filmen, die er dreht. Im ersten „Film-im-Film“ ist es ein SS-Oberscharführer, der ein BDM-Mädel heiratet. Es gelingt Thomas aber nicht wirklich, in seiner Rolle zu bleiben, weil plötzlich zuviel Persönliches mit reinspielt. Für mich privat war das ein großer Spaß, weil ich mich gerne optisch verwandle, wenn es die Rolle zulässt. Das hat es hier gleich dreifach gegeben.

Als SS-Mann wird Thomas bald aus der Hauptrolle rausgedrängt …
Ja, und damit kommt er nicht ganz klar. Zumal er mit der Alexandra Honk, die von Matthias Schweighöfer gespielt wird, nicht viel anfangen kann. Dann verliebt er sich auch noch in den weiblichen Co-Star, die mit dieser Frau eng befreundet ist, und das schafft eine zusätzliche Rivalität. Ich bin also das tragische Glied in der Geschichte, so eine „tragische Wurst“, die irgendwie fast schon etwas Rührendes hat.

Im Film fällt das Zitat: „Ihr könnt Filme für hundert Millionen Euro machen, aber ihr könnt nicht echte Titten von falschen unterscheiden.“ Sehen Sie das auch so?
Diese Aussage stimmt insofern, als Hollywood manchmal auf einem sehr hohen Ross dahergeritten kommt und dass die oft denken, sie hätten das Rad erfunden. Aber es gibt eben keine Garantie, dass am Ende was Gutes rauskommt, nur weil jemand 300 Millionen in einen Film stecken kann.

Wäre die Alexandra Honk im Film auch ein Frauentyp für Sie?
Matthias ist in vielen Szenen eine sehr attraktive, sexy Frau – was ich nie gedacht hätte (lacht). Ich hab’ jetzt im Kino  schon bei zwei Premieren erlebt, dass anerkennend gepfiffen wurde, wenn er als Frau auf der Leinwand zu sehen war. Weil das ja durchaus ganz scharf wirkt. Aber privat wäre er als Frau nicht mein Typ …

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