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Jutta Speidel

Jutta Speidel

Geburtsort:
München
Auszeichnungen:
Bayerischer Filmpreis 2006
Bambi 1977
Veröffentlicht:
22.02.2007
 
So kann man auch "Mädchen beim Frauenarzt" (1971), "Blau blüht der Enzian" (1973), "Grün ist die Heide" (1972) und "Alter Kahn und junge Liebe" (1973) nicht gerade zu den Filmen zählen, in denen man der sympathischen Münchnerin die Traumrolle ihres Lebens gegeben hätte. Auch von einigen ihrer Serien spricht sie überhaupt nicht gern.

Das "Traumschiff" habe sie nur aus unbändiger Reiselust heraus gemacht und "Alle meine Töchter" (2001) und "Forsthaus Falkenau" (1993), weil sie dringend Geld brauchte. Hinter der Erfolgsserie "Drei sind einer zuviel" (1977) braucht sie sich allerdings nicht verstecken. Und als energische Nonne Lotte aus "Um Himmels Willen" (1999-2005) avancierte sie gar zur absoluten Quoten-Queen.

Kein Wunder, hat die Lotte doch Charakterzüge, "die meinen ähneln", wie sie meint. Dass ihr Filmpartner Fritz Wepper dabei immerhin mit dem Deutschen Fernsehpreis als "bester Seriendarsteller" ausgezeichnet wurde und Jutta Speidel völlig leer ausging, ist allerdings vielen Fernsehzuschauern völlig unverständlich.

Mit mehr als 30 Kinofilmen und 60 TV-Produktionen in 30 Jahren ist Jutta Speidel ganz schön fleißig: "Das Tier" (1992), "Einladung zum Mord" (2000), "Die Rosenkrieger" (2002), "Liebe auf den zweiten Blick" (2005) gehören zu ihren Spielfilmen.

Und mit dem Thriller "Fleisch" hätte sie 1979 sogar um ein Haar den internationalen Durchbruch geschafft. Wenn dem Arbeitstier heute noch Zeit übrig bleibt, engagiert sie sich in dem von ihr gegründeten Verein "Horizont." für obdachlose Mütter. Ein Engagement, dass ihr erst im Oktober 2005 das Bundesverdienstkreuz eingebracht hat. Von wegen Blondchen!

So viele positive Eigenschaften sollten sich eigentlich bezahlt machen, aber trotz der Ausbildung in der Schauspielkunst, trotz Preisen wie Bambi (1978) und Goldene Nymphe (1980) zählt Jutta Speidel dennoch nicht zu den ganz Großen deutscher Schauspielkunst. Es fehlt ihr eben jener skandalumwitterte Habitus, der sie für die Regenbogenpresse erst interessant macht.

Über Speidels unspektakuläres Privatleben lässt sich nur erzählen, dass sie zwei Töchter hat (Franziska und Antonia) und dass sie seit einiger Zeit mit dem "Isch 'abe gar keine Auto"-Mann aus der Kaffee-Werbung zusammenlebt, Bruno Maccallini.
 
 

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