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Das österreichische Fernsehmagazin

Corinna Harfouch

Corinna Harfouch
Geburtsort:
Suhl, Deutschland
Auszeichnungen:
Adolf Grimme Preis 1997
Bayerischer Filmpreis 1997
Bayerischer Fernsehpreis 1997
Berlinale 1993
Deutscher Filmpreis 2003
Deutscher Fernsehpreis 2001
Goldene Kamera  2007
RTL: Goldener Löwe 1997
Veröffentlicht:
21.05.2001
Bürgerlicher Name: Corinna Harfouch
Vera Brühne wurde im Juni 1962 wegen Anstiftung zum Doppelmord zu lebenslanger Haft verurteilt, 16 Jahre später wurde sie ohne Begründung begnadigt. Corinna Harfouch hatte Gelegenheit, Vera Brühne, die vor kurzem starb, selbst kennen zu lernen.

Die Schauspielerin erinnert sich: "Kurz vor Drehbeginn hatte ich das Gefühl, ich brauche sie nicht mehr zu sehen, ich kenne sie jetzt. Im Nachhinein bin ich froh, dass der Regisseur Hark Bohm mich doch dazu überredet hat, mitzugehen. Ihr Humor, ihre Lebendigkeit und wache Art haben mich aufs Angenehmste überrascht, ich fühlte mich ihr sehr nah. Dieser Teil ihrer Persönlichkeit erschloss sich nicht aus dem Material, das ich vorher studiert hatte."

Auch die politische Komponente des komplexen Falles der Vera Brühne habe sie sehr interessiert, versichert die Darstellerin: "In meinen Augen ist das ein exemplarischer Punkt der deutschen Nachkriegsgeschichte, als die Demokratie noch jung und die Vergangenheit in den Köpfen noch sehr präsent war. Mitleidlosigkeit ist immer dann besonders stark, wenn man selbst Schuld verdrängt", vermutet die Schauspielerin.

Corinna Harfouch wurde in Suhl geboren und wuchs als Tochter eines Lehrers in der DDR auf. Dort wurde sie zu einem vielgelobten und vielbeschäftigten Theater- und Fernsehstar. Nach der Wende setzte die Schauspielerin ihre Karriere fort, oft war sie in Serien wie "Tatort" oder "Unser Lehrer Doktor Specht" zu sehen, bevor sie Hauptrollen in Kinofilmen bekam.

Ausgezeichnet wurde sie unter anderem für ihre Filme "Irren ist männlich" und "Gefährliche Freundin" (beides 1996). Weitere bekannte Kinofilme mit Corinna Harfouch sind "Erkan & Stefan gegen die Mächte der Finsternis" (2002), "Bibi Blocksberg" (I und II, 2002 und 2004), Der Untergang (2004), "Elementarteilchen" (2006) und "Parfum - Die Geschichte eines Mörders" (2006).

Corinna Harfouch ist mit dem Regisseur Michael Gwisdek verheiratet, der auch in ihrem Film "Das Mambospiel" 1998 Regie führte. Obwohl eine Filmrolle auf die andere folgt, steht die markante Schauspielerin mit dem Silberblick auch heute noch regelmäßig in Berlin auf der Theaterbühne. Bei ihren Kollegen ist Corinna Harfouch durch ihre ständige Unzufriedenheit mit sich selbst berüchtigt.

Interviews

Interview mit Corinna Harfouch, Matthias Brandt, Adrian Topol
Interviews, 29. September 2010
Was hat Sie gereizt, bei "Tod einer Schülerin" mitzuspielen? Corinna Harfouch: Das waren in erster Linie Mark Schlichter und Matthias Brandt, mit denen ich gerne zusammen arbeiten wollte. Und die Rolle hat mich natürlich auch gereizt. Matthias Brandt: Ich hatte mir schon lange gewünscht, mit Corinna… mehr >
Corinna Harfouch
Interviews, 21. Mai 2001
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