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Die Fälschung: Benno Fürmann im tele-Interview

Die Fälschung: Benno  Fürmann im tele-Interview
© ORF
Veröffentlicht:
27.02.2013
Alles echt: Benno Fürmann im tele-Talk über Grauzonen, Taktstöcke und Körperlich­eiten.

Ursula Strauss und Benno Fürmann in "Alles Schwindel" einem turbulenten Verwechslungsvergnügen von Wolfgang Murnberger. Mittwoch, 27.02.2013 um 20.15 Uhr, ORF 2

Gustav Klimts „Kuss“ wird gestohlen. Die Versicherungssumme wäre die Rettung für den Pleite gegangenen Adeligen Leopold (Fürmann) – und dessen Mutter (Bibiana Zeller). Aber nichts ist so, wie es scheint: Als Museumswärter Albert (Udo Samel) seine Tochter (Strauss) in sein Geheimnis einweiht, nimmt das komödiantische Verwirrspiel so richtig Fahrt auf …

Ein lauer Frühlingstag auf Schloss Seibersdorf in Niederösterreich: Vor beinahe einem Jahr besuchten wir Benno Fürmann am Set von „Alles Schwindel“. Er erzählte aus seiner zwanzigjährigen Karriere.

tele: Haben Sie viele Actionszenen?

Fürmann: Ich habe hier für meine Verhältnisse in Bezug auf körperliche Tätigkeiten wenig zu tun. Ich krieg ja sonst meistens eins aufs Maul und hau auch eins aufs Maul – da bin ich sehr froh, dass ich  mal in Cordhosen und bequemen Schuhen ohne große Blessuren durch den Film laufen kann.

Was hat es mit der Szene mit den zwei Dobermännern auf sich?

Das war der Drehtag, vor dem ich echt Bammel hatte. Hunde haben doch was Unkalkulierbares. Es gibt Tage, wo man sich fragt, warum werde ich für diesen herrlichen Beruf eigentlich bezahlt und an anderen Tagen weiß man, wofür. Gestern war einer davon (lacht).

Ist Komödie schwieriger als Drama?

Ja. Man kann sich nicht in Grauzonen flüchten. Beim Drama hat man unheimlich viele Schattierungen von Schwarz. Aber das Helle, die beschwingte Symphonie, da ist man noch mehr von der Vorlage abhängig. Und natürlich von einem Dirigenten, Wolfgang Murnberger in dem Fall, der den Taktstock schwingt.

Sie spielen in den letzten Jahren sehr vielseitige Rollen …

Als junger Schauspieler hatte ich wie viele das Problem, typisiert zu werden. Man spielt einen Typen, der eine große Klappe hat, sich die Butter nicht vom Brot nehmen lässt und halbwegs sportiv aussieht. Und schon bekommst du die nächsten 20 Jahre Drehbücher, die in die gleiche Richtung gehen. Da auszubrechen ist ein Prozess, der sich über Jahre zieht – man braucht auch Regisseure, die den Mut haben, einen gegen den Strich zu besetzen. 

Haben Sie einen Bezug zu Klimt?

Ja, aus frühester Kindheitserinnerung. Bei uns hing die „Leda“ in der Wohnung. Diese fraulichen Schenkel, die roten Haare, das war ein prägender Anblick (lacht).


Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Julia Pühringer

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Interviews, 27. Februar 2013
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