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Das österreichische Fernsehmagazin

Iris Berben

Iris Berben
© ZDF/JirÌ Hanzl
Geburtsort:
Detmold
Auszeichnungen:
Bambi - 2003, 1989
Bundesverdienstkreuz - 2003, 1997
Goldene Europa - 2000
Goldene Kamera - 2004, 1987
Romy - 2007, 2005, 2004
Veröffentlicht:
07.03.2008
Während Iris Berben als Schülerin aneckte, als vorlaut galt und ohne das angestrebte Abitur die Schule verlassen musste, machte sie früh vor der Kamera auf sich aufmerksam: Schon als 18-Jährige spielte Iris Berben in Kurzfilmen der Hamburger Kunsthochschule.

Bald darauf drehte sie unter der Regie von Rudolf Thome ihren ersten Kinofilm „Detektive“. Nur ein Jahr später – 1969 – hatte sie in Klaus Lemkes „Brandstifter“ ihr Fern­sehdebüt.

Ihre erste große Popularitätsetappe gewann Iris Berben Mitte der 70er Jahre mit ihren Auftritten als Chantal in Michael Pfleg­hars Serie „Zwei himmlische Töchter“. Nach zahlreichen Rollen für Kino und Fernsehen entwickelte sich 1985 die Serie „Sketch-up“ zu einem regelrechten TV-Highlight und für Iris Berben – diesmal an der Seite von Diether Krebs – zu einer weiteren Gelegenheit, ihr Comedy-Talent unter Beweis zu stellen.

Zum Publikumsliebling avancierte sie in „Das Erbe der Guldenburgs“ – die Famili­ensaga aus Adelskreisen gehört bis heute zu den erfolgreichsten deutschen Fernsehserien zwischen 1987 und 1990.

Während Iris Berben gemeinsam mit Sohn Oliver und dem Regisseur Carlo Rola in den 90er Jahren ihre inzwischen wohl bekannteste Figur entwickelte, die Kommissarin Rosa Roth der gleich­namigen ZDF-Krimireihe, spielte sie außerdem in zahlreichen großen Kino- und Fernsehfilmen.

Die Jahrtausendwende bremste Iris Berben kein bisschen: Mit Filmen wie „Ein mörderischer Plan“ (2001), „Fahr zur Hölle, Schwester“ und „Wer liebt, hat Recht“ (beide 2002) bestä­tigte sie ihren Ruf als eine der profiliertesten und vielseitigsten deut­schen Schauspielerinnen.

Die starke Kämpferin (wie 2005 in „Die Patriarchin“ oder 2007 in „Afrika, mon amour“) stellte sie ebenso überzeugend dar wie die verletzte Ehefrau („Silberhochzeit“, 2006) und die schöne, jedoch ständig alkoholisierte Verliererin („Die Mauer – Berlin '61“, 2006).

Der Mut, den Mund aufzumachen – als Schülerin kostete er sie letzt­lich das Abitur. Heute aber ist er für Iris Berben vor allem Instrument ge­gen das Vergessen, gegen Antisemitismus und für Toleranz. Ende der 90er Jahre las sie gemeinsam mit ihrem Sohn an Schulen aus dem Buch „Mama, was ist Auschwitz?“.

Für ihr politisches Enga­gement erhielt sie unter anderem das Bundesverdienstkreuz und wurde vom Zentralrat der Juden Deutschlands mit dem Leo-Baeck-Preis ausgezeichnet.

Interviews

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