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Richard Harris

Richard Harris

Bürgerlicher Name: Richard St. John Harris
Geburtsort:
Limerick, Irland
Sterbedatum:
2002-10-25
Auszeichnungen:
British Independent Film Award (GB) 2002
Cannes: Bester Schauspieler (F) 1963
Empire Award: Lebenswerk (GB) 2001
Europäischer Filmpreis: Lebenswerk (F) 2000
Golden Globe (USA) 1968
Western Heritage Award (USA) 1993, 1971
Veröffentlicht:
01.04.2003
 
Wäre er in seiner Jugend nicht an TBC erkrankt, würde man sich seiner heute nicht als Schauspieler, sondern vielleicht als Rugbyspieler erinnern. Richard Harris betonte später immer wieder, dass ihm nichts Besseres hätte passieren können, denn im Krankenbett begann er aus lauter Langeweile zu lesen.

Die Literatur brachte ihn schließlich auch zur Schauspielerei. Nach mehreren kleinen Rollen in Filmen wie "Die Kanonen von Navarone" (1961) und "Meuterei auf der Bounty" (1962) beeindruckte Harris Kritiker und Zuschauer gleichermaßen in "Lockender Lorbeer" (1963) mit der Darstellung dessen, was er eigentlich werden wollte: ein junger Mann, der zum Rugby-Profi aufsteigt. Es folgten Filme wie "Die rote Wüste" (1964), "Die Bibel" (1966) und "Cromwell - Der Unerbittliche" (1970).

1970 feierte Harris seinen größten Erfolg mit "Der Mann, den sie Pferd nannten". Der Film über einen englischen Aristokraten, der von Sioux-Indianern in ihren Stamm aufgenommen wird, schaffte zwei Fortsetzungen (1976/1982), die jedoch mit dem Original nicht mithalten konnten. In den 70ern machte Richard Harris neben seinen schauspielerischen Arbeiten vor allem durch seine Trinkfestigkeit von sich reden. Zu seinen Zechkumpanen gehörten Peter O'Toole und - bis zu dessen Tod - Richard Burton.

Zu Harris' bekanntesten Filmen dieser Zeit gehören "Robin und Marian" (1976) und "Die Wildgänse kommen" (1978), während der achtziger Jahre wurde es eher ruhig um ihn. In "Die Stunde der Patrioten" (1992) spielte er einen nordirischen Widerstandskämpfer, in "Die Bibel - Abraham" (1994) die Hauptrolle als Stammvater des israelischen Volkes. Späte Erfolge feierte Harris mit der Rolle eines skrupellosen Wissenschaftlers in "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" (1997) und der Darstellung des römischen Kaisers Marc Aurel in Ridley Scotts "Gladiator" (2000).

Dem jüngeren Publikum wurde er als weiser Schulleiter Albus Dumbledore in den ersten beiden Harry-Potter-Verfilmungen (2001/2002) bekannt. Er dementierte übrigens nie das Gerücht, dass er diese Rolle nur angenommen hatte, weil seine kleine Nichte sonst kein Wort mehr mit ihm gesprochen hätte. Im Fernsehen war Richard Harris zuletzt als Lucius Sulla in dem Zweiteiler "Julius Cäsar" und als Johannes in dem letzten Teil der TV-Reihe "Die Bibel - Die Apokalypse" (beide 2002) zu sehen.

Am 25. Oktober 2002 verstarb Richard Harris in London an den Folgen der Hodgkin-Krankheit.
 
 

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