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Maggie Smith

Maggie Smith
Geburtsort:
Ilford, Essex, England
Auszeichnungen:
Oscar (USA) 1979, 1970
BAFTA Film Award (GB) 2000, 1989, 1987, 1985, 1970
Golden Globe (USA) 1987, 1979
Golden Satellite Award (USA) 2002
Veröffentlicht:
12.03.2002
Bürgerlicher Name: Margaret Natalie Smith
Wenn man sich eine englische Lady vorstellt, hat man Maggie Smith im Kopf - selbst dann, wenn man die Schauspielerin gar nicht kennt. So war das bestimmt auch bei Autorin Joanne K. Rowling und Regisseur Chris Columbus, als sie sich überlegten, wer denn am besten für die Rolle der Frau Professor McGonagall in der Verfilmung von "Harry Potter und der Stein der Weisen" (2001) geeignet sei.

Um diesen Part im erfolgreichsten Film des Jahres 2001 übernehmen zu dürfen, musste man natürlich einige Referenzen vorweisen können. Kein Problem für Frau Smith, denn die mittlerweile fast Siebzigjährige mit dem Allerweltsnamen kann auf eine Karriere zurückblicken, die aller Ehren wert ist.

Sie begann ihre Laufbahn 1952 in der Oxford University Drama Society als Marie in Shakespeares "Was ihr wollt", nachdem sie an der Oxford Playhouse School die "Basics" erlernt hatte. Ein paar Jahre später gab sie ihr Broadway-Debüt, in der Revue "The New Faces". Der Bühne bleibt Maggie Smith bis heute verbunden, nie gab sie Kinofilmen den Vorrang.

Dennoch war die Engländerin schon 1956, mit 21 Jahren, in ihrem ersten Kinostreifen "Ein Kind kommt ins Haus" zu sehen, allerdings nur als Partygast. Ihre ersten wichtigen Auszeichnungen erntete die Schauspielerin dann logischerweise für ihre Leidenschaft, das Bühnenspiel (u.a. den "Evening Standard's Award" für "The Public Eye" und "The Private Ear" im Jahre 1962).

Aber was soll man machen, wenn man mit Sir Laurence Olivier in "Othello" glänzt? So etwas musste verfilmt werden - so geschehen 1965. Zur "Strafe" gab es gleich eine "Oscar"-Nominierung für die "Beste Nebendarstellerin". 1969 startete die Smith richtig durch: "Die besten Jahre der Miss Jean Brodie" hieß der Film, "Jean Brodie" die Rolle, "Oscar" der Lohn für die "beste Hauptdarstellerin".

Für seichten Stoff gab sich die Dame nie her, "Magere Zeiten" musste sie außer im gleichnamigen Film (1985) - zumindest im Beruf - dennoch nicht durchschreiten. Im Gegenteil: Ihr Ruf als Ausnahmeschauspielerin veranlasste Peter Shaffer sogar, ein Stück für sie zu schreiben, mit dem Titel "Lettice and Lovage".

Dass sich Maggie Smith nicht für Filme ohne Niveau interessierte, hieß für sie jedoch nie, ausnahmslos in Verfilmungen von Weltliteratur mitzuwirken. 1992 spielte sie in Steven Spielbergs "Hook" die gealterte Wendy, in den beiden Teilen von "Sister Act" (1992 und 1993) mimte sie die Oberin an der Seite von "Sister" Whoopi Goldberg. Zuletzt war die Smith in Robert Altmanns very britischem Krimi-Gesellschaftsdrama "Gosford Park" zu sehen: als alte englische Lady natürlich.

Maggie Smiths Söhne Chris Larkin und Toby Stevens traten beruflich - wen wundert's - in die Fußstapfen ihrer Mutter. Die Schuhgröße der Mama, die seit 1990 ein "Dame Commander of the Most Excellent Order of the British Empire" von Queen Elizabeths Gnaden ist, haben beide allerdings noch lange nicht...

Interviews

Maggie Smith
Interviews, 12. März 2002
Wenn man sich eine englische Lady vorstellt, hat man Maggie Smith im Kopf - selbst dann, wenn man die Schauspielerin gar nicht kennt. So war das bestimmt auch bei Autorin Joanne K. Rowling und Regisseur Chris Columbus, als sie sich überlegten, wer denn am besten für die Rolle der Frau Professor McGo… mehr >
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