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Armin Mueller Stahl

Armin Mueller Stahl

Bürgerlicher Name: Armin Mueller-Stahl
Geburtsort:
Tilsit
Auszeichnungen:
Adolf Grimme Preis (D) 2002
Bambi: 2007
Bayerischer Fernsehpreis (D) 2002
Berlin Filmfestival (D): Berlinale-Kamera 1997; Silberner Bär 1992
Bundesverdienstkrez: 2002
Deutscher Filmpreis in Gold (D) 2007, 1982
Golden Satellite Award (USA) 1996
Montréal World Film Festival (CAN): Best Actor 1985
Veröffentlicht:
04.12.2001
 
Was für ein Mann. Er wurde bereits zweimal für den Oscar nominiert. Er ist ausgebildeter Konzertgeiger. Fünfmal wurde er zum beliebtesten Schauspieler der DDR gewählt, dann unterschrieb er 1979 den Protest gegen Wolf Biermanns Ausweisung und wurde im gleichen Moment selbst abgeschoben.

Doch Armin Mueller-Stahl und seine Kunst setzten sich schließlich durch. Seine wohl beeindruckendste Rolle der letzten Jahre: Die Verkörperung des Schriftstellers Thomas Mann in dem TV-Dreiteiler "Die Manns" (2001), für die Mueller-Stahl mit dem Adolf-Grimme-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde.

Über den großen Dichter sagt der große Schauspieler: "Er ist mir verständlich geworden mit seinen Charaktereigenschaften, mit seinen Eitelkeiten, mit seiner Selbstverliebtheit, aber doch immer mit seiner großen Qualität."

Für Heinrich Breloer, den Regisseur des Dreiteilers über die Familie Mann, war die Besetzung dieser zentralen Rolle mit Armin Mueller-Stahl ein Glücksfall. Breloer erinnert sich: "Das war eine ganz entscheidende Frage von Anfang an: Wer könnte Thomas Mann spielen? Marcel Reich-Ranicki sagte einmal in seiner unnachahmlichen Art zu mir: Den kann keiner spielen, unmöglich!"

Doch Armin Mueller-Stahl war in vieler Hinsicht der ideale Darsteller: Nicht nur, weil er seit einigen Jahren in Amerika in direkter Nachbarschaft zu Thomas Manns ehemaligem Haus in Pacific Palisades lebt. Er kann, wie Mann, Geige spielen, er zeichnet und malt.

Eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem Dichter kommt obendrein noch hinzu. Zudem gelingt es Mueller-Stahl trotz aller Reserviertheit und Distanz diesen Thomas Mann zu einer Identifikationsfigur zu machen.

In Hollywood ist dem Schauspieler gelungen, was bisher nur einer Hand voll deutscher Darsteller gelang: Er hat sich etabliert. Nach seinem amerikanischen Filmdebüt als Jessica Langes Vater in "Music Box" (1989) bekam er Rollen in "Midnight Cop" (1989), "Avalon" (1990), "Kafka" (1991), "The Power of One" (1992) und "Das Geisterhaus" (1993). Auch in "Shine" (1996) und "The Peacemaker" (1997) war Mueller-Stahl zu sehen, ebenso wie in einer Gastrolle bei "Akte X".

Thomas Mann bleibt Mueller-Stahl bis zum Ende seiner Laufbahn treu. 2008 ist er in der Breloer-Verfilmung "Die Buddenbrooks" zu sehen. Im September 2006 kündigte er an, dass er sich danach weitgehend aus dem Filmgeschäft zurückziehen werde.

Armin Mueller-Stahl ist seit 1973 mit der Ärztin Gabriele Scholz verheiratet und hat einen Sohn.
 
 

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