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Franka Potente

Franka Potente

Bürgerlicher Name: Franka Potente
Geburtsort:
Dülmen (bei Münster)
Auszeichnungen:
Bambi (D) 1998
Bayerischer Fernsehpreis (D) 1998
Bayerischer Filmpreis (D) 1996
Deutscher Filmpreis (D): Zuschauerpreis 2000, 1999
Veröffentlicht:
27.07.2001
 
Wie wird man ein Hollywoodstar? Ganz einfach: Man geht als 20-jährige Schauspielschülerin auf die Toilette in einem Münchner Club, lässt sich dort von einer Casting-Agentin entdecken, bekommt nach dem ersten Vorsprechen gleich eine Hauptrolle, landet mit dem ersten Film einen Kassenhit, tritt drei Jahre später in dem erfolgreichsten Film des Jahrzehnts auf, wird mit dem Film in Hollywood berühmt und lässt sich dann als Fimpartnerin von Johnny Depp engagieren.

Was klingt wie ein Märchen ist die wahre Geschichte von Franka Potente, einer Lehrerstochter aus dem Münsterland, die als Mädchen davon träumte, eine berühmte Schauspielerin zu werden. Also zog sie nach dem Abi nach München, um an der Otto-Falckenberg-Schule zu studieren. Der Rest ergab sich dann fast von selbst.

Die damals noch dunkelhaarige Franka wurde von der renommierten Casting-Agentin Nessie Nesslauer in einem Münchner Club angesprochen und für den Film "Nach fünf im Urwald" (1995) engagiert. Als junge Ausreißerin Anna begeisterte Franka nicht nur das Kinopublikum, sondern auch die Kritiker: Sie wurde mit dem Bambi und dem Bayerischen Filmrpeis als beste Nachwuchsschauspielerin ausgezeichnet und galt seitdem als interessanteste Newcomerin der deutschen Filmszene.

Der einzige Fleck auf Frankas makelloser Karriere war der Kino-Flop "Die drei Mädels von der Tankstelle" (1997), ansonsten rannte die junge Schauspielerin, die ihre Haarfarbe zu wechseln begann wie andere ihre Klamotten, von Erfolg zu Erfolg: Als feuerrote Lola spurtete sie gar bis nach Hollywood. Tom Tykwers "Lola rennt" (1998) stellte nicht nur die deutsche Fimlandschaft auf den Kopf, sondern avancierte auch zu einem internationalen Kino-Erfolg. Der Streifen brachte für die eigentlich unsportliche Franka, die sich für die Rolle monatelang im Dauerlauf geübt hatte, nicht nur zahlreiche Preise, sondern auch das private Glück: Es funkte zwischen "Lola" und ihrem Regisseur Tom Tykwer.

Kein Wunder also, dass sie auch in seinem nächsten Film "Der Krieger und die Kaiserin" (2000) die Hauptrolle spielte. Als "Sissi" musste sie nicht so viel rennen, dafür aber kopfüber von einem Hausdach springen. Die Schauspielerin drehte trotz ihrer Höheangst die Stuntszene selbst.

Im Jahr 2001 ging's dann ab nach Hollywood: Starregisseur Ted Demme ließ die deutsche Lola für "Blow" einfliegen, die Verfilmung der wahren Geschichte des Drogendealers George Jung (gespielt von Johnny Depp). Franka stirbt zwar als Freundin des Dealers schon in der Mitte des Films, doch zuvor hat sie mit ihm ein paar romantische Kuss-Szenen.

Nach Johnny Depp kam dann Matt Damon als Filmpartner an die Reihe: Franka stand mit ihm 2002 für den Spionagefilm "The Bourne Identity" vor der Kamera. Der Film wurde in den USA ein Kassenhit, Franka endgültig zum Hollywood-Star.

Und nun hält sie auch privat nichts mehr in Deutschland: Im Sommer 2002 ließ die Schauspielerin ihren langjährigen Partner Tom Tykwer sitzen, um mit Hobbit-Darsteller Elijah "Frodo" Wood davonzurennen.
 
 

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