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Frischer Wind bei SOKO Kitzbühel

Frischer Wind bei SOKO Kitzbühel
© ORF
Veröffentlicht:
18.05.2010
tele-Interview mit TV-Newcomer Jakob Seeböck

tele: Wie ist es dazu gekommen, dass du die Rolle bekommen hast?
Jakob Seeböck: Ich war bei einem Casting, und schon zwei Wochen später erhielt ich den Anruf, dass ich die Rolle bekommen soll. Ich saß gerade im Auto, hab’ gleich die Michaela (Anm.: Seeböcks Lebensgefährtin, die beiden lernten sich im Volkstheater kennen und in der Folge lieben) angerufen und ihr gesagt: „Ich sattel‘ jetzt um auf Polizist!"

Wie hast du dich vorbereitet?
Ich hatte nicht viel Zeit. Es ging alles Schlag auf Schlag. Kurz nachdem ich die Zusage für die Rolle erhalten habe, erfuhr ich, dass ich bald Vater werde. Das war schon ganz schön viel auf einmal. Dann sind gleich die Dreharbeiten losgegangen. Ich bin zu einem Team gestoßen, das seit neun Jahren völlig probemlos funktioniert und bin wie ein Zahnrädchen hineingesteckt worden. Am Anfang haben sie noch „Andi“ (Anm.: Vorgänger Andreas Kiendl) zu mir gesagt, dann hat sich alles rasch eingespielt.

Beschreibe deine Rolle, den Charakter des neuen Kommissars Lukas Roither?
Im Vergleich mit dem abgeklärten Klaus Lechner wirkt Lukas geradezu übermütig. Schließlich wollen wir den Charakter mit einem Augenzwinkern einführen. Nichtsdestotrotz geht es um Mordfälle und da darf man mit der Komik nicht übertreiben. Zwischen Lukas Roither und der Karin Kofler (Kristina Sprenger, Anm.) rennt aber trotzdem der Schmäh, wir haben uns auf der Schaufel, damit es zwischendurch etwas lockerer wird!

Du hast bis jetzt hauptsächlich Theater gespielt und nur ab und zu kleine Fernsehparts übernommen. Was ist deiner Meinung nach der Unterschied zwischen Theater und TV?
Es ist wie Tennis und Tischtennis. Theater ist groß und kraftvoll, Fernsehen ist klein und präzise. Beim Theater spielst du den ganzen Bogen einer Figur, im TV sind es kleine Ausschnitte. Mitunter drehen wir an einem Tag aus logistischen Gründen vier Folgen gleichzeitig. Das ist viel Information auf einmal und erfordert viel Konzentration. Man muss sich wahnsinnig viele Namen merken. Manchmal kommt es vor, dass du jemanden verhörst, den du vorgestern „begraben“ hast (lacht).

Worin liegt der Reiz an Kriminalstoffen, und was ist das Spezielle an „SOKO Kitzbühel“?
Das Interesse am Verwegenen, am Verbotenen, am Abwegigen. Ein Mörder ist auf eine gewisse Weise faszinierend. Das Besondere an „SOKO Kitzbühel“ ist die Kombination zwischen atemberaubenden Drehorten, den Figurenkonstellationen und den Mordfällen.

Deine Vorbilder?
Ich liebe Gary Oldman, weil er wahnsinnig wandelbar ist. Ich finde es toll, wenn ein Darsteller so variabel agieren kann. Jeff Bridges hat mich in „Crazy Heart“ beeindruckt. Ich mag es, wenn Schauspieler Ecken und Kanten haben, wenn ihre Rollen mit kleinen Eigenheiten versehen sind. Das erzählt zwar nichts über die Handlung, macht den Charakter aber interessanter. Ein Johnny Depp gehört natürlich auch zur Champions League der Filmschauspieler.

Wie ist es, Sohn und Freundin immer wieder aus Neue "verlassen" zu müssen?
Am Sonntag am Abend (Anm.: Seeböck ist unter der Woche in Kitzbühel und verbringt die Wochenenden in Wien), wenn es gerade richtig gemütlich ist, nach Kitzbühel zu fahren, ist schon sehr hart. Aber es ist eine tolle Chance für mich. Außerdem kommen meine Freundin und mein Sohn im Sommer zu mir und da freue ich mich schon sehr darauf.

Interviews

Frischer Wind bei SOKO Kitzbühel
Interviews, 18. Mai 2010
tele: Wie ist es dazu gekommen, dass du die Rolle bekommen hast? Jakob Seeböck: Ich war bei einem Casting, und schon zwei Wochen später erhielt ich den Anruf, dass ich die Rolle bekommen soll. Ich saß gerade im Auto, hab’ gleich die Michaela (Anm.: Seeböcks Lebensgefährtin, die beiden lernten sich i… mehr >
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