0%
 
 
Loading
Sonntag, 04.12.2016 04:56 Uhr
Guten Abend!
| Jetzt anmelden
„Die Geschichte ist sehr mutig“
© SAT.1

„Die Geschichte ist sehr mutig“

Gespräch mit Misel Maticevic zum Film "Blackout"
Veröffentlicht:
23.10.2006
 
Man sieht Sie oft in eher ernsten Rollen. Zufall?
Misel Maticevic: Stimmt schon, aber ich spiele nicht nur Gangster oder Kriminelle. Es ist nicht so, dass mich Gangster oder dunkle Gestalten besonders ansprechen. Das wäre ja langweilig.

Sie spielen den Polizisten Paul Novak, der sein Gedächtnis verliert. Was ist das für ein Typ?
Misel Maticevic: Paul ist korrupt und nicht unbedingt ein angenehmer Zeitgenosse – einerseits. Er liebt trotzdem seine Frau und seine Familie, kommt aber aus dem ganzen Sumpf zunächst nicht so richtig raus – bis zu dem Punkt, an dem er aussteigen will. Danach ist für Paul nichts mehr, wie es einmal war.

Wie haben Sie sich auf die Rolle vorbereitet?
Misel Maticevic: Ich habe viel dazu gelesen und mit einem Neurologen gesprochen, der mir die einzelnen Amnesie-Formen erklärt hat. Es war mehr als hilfreich.

Nehmen Sie so eine Rolle nach Drehschluss mit?
Misel Maticevic: Bei mir ist es eigentlich nie so, dass ich eine Rolle komplett abstreifen kann – zumindest nicht in der Zeit, in der der Prozess läuft. Wenn ein Projekt dann abgedreht ist, verschwindet das langsam. Bei der einen Rolle geht es schneller, bei der anderen dauert es länger.

Steckt in der Rolle viel von Ihnen?
Misel Maticevic: Nein. Ich versuche, das auszublenden – ich bin das nicht. Schauspiel ist immer der Versuch, einzutauchen und mit der Figur zu verschmelzen. Nicht weniger und nicht mehr.

Der Film setzt sich auch mit dem täglichen Kampf im Drogenmilieu auseinander. Finden Sie die Darstellung realistisch?
Misel Maticevic: Ich habe damit im Film nicht so viel zu tun, da meine Rolle sich vor allem mit der Amnesie beschäftigt. Aber ich finde es wichtig, dass das Milieu so hart dargestellt ist. Ich glaube, dass das der Realität ziemlich nah kommt.

Was hat Sie an der Produktion gereizt?
Misel Maticevic: Das war schon etwas Besonderes für mich. Die Geschichte ist sehr mutig. Ich bin stolz darauf und hoffe, dass viele Menschen "Blackout" mit Spannung verfolgen werden.

Das Interview führte Elke Schickedanz
 
 

Kommentare

Melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.
0 Kommentare

Werden Sie Fan von tele.at

©tele - Zeitschriftenverlagsges.mbH & Co KG

10.61.5.114