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„Da muss man mit Professionalität rangehen“
© ZDF/Susan R. Skelton

„Da muss man mit Professionalität rangehen“

Gespräch mit Dieter Pfaff zum Film "Der Fall Wachutka"
Veröffentlicht:
13.09.2006
 
Vor dieser Frage stand das "Sperling"-Team, als im Jahr 2004 Achim Grubel verstarb. Von Beginn an, der Darsteller des "Norbert Wachutka". Die Kollegen haben seinen Tod im Film "Sperling und der Fall Wachutka" schauspielerisch verarbeitet.

Ein Gespräch mit "Sperling" Dieter Pfaff:

Wie nehmen ZDF und Team in "Sperling und der Fall Wachutka" Abschied von ihm?
Dieter Pfaff: Es war bereits ein Drehbuch in der Entwicklung, in der Achims Figur Wachutka eine wichtige Rolle spielen sollte, als wir die Nachricht von Achims Tod erhielten. Unser Regisseur und Autor Thomas Jahn entwickelte die Idee, was man daraus machen kann, Material aus alten Folgen mit Achim zu verwenden und die Geschichte von Wachutkas Tod zu erzählen. Auch, um ihn zu ehren. Dieser Dreh wurde dann besonders schwer.

Wie wurde dies denn filmisch umgesetzt?
Dieter Pfaff: Es war technisch nicht einfach. Viele Szenen mussten am Computer digital bearbeitet werden. Ich denke aber, dieser Abschiedsfilm für Achim ist uns gut gelungen.

Wie war es für das Team, mit dem Tod des Kollegen umzugehen?
Dieter Pfaff: Da hat man zunächst natürlich Hemmungen. Am Anfang meinten wir, dass man das nicht machen sollte. Schließlich waren wir dann alle der Überzeugung, dass das Achim gefreut hätte.

Lässt man in einem solchen Fall der Trauer freien Lauf?
Dieter Pfaff: Nein, ganz so war es nicht. Trauer muss immer gespielt – und in eine Form gebracht werden. Da muss man mit Professionalität rangehen.

Warum hat man Wachutka nicht passiv aussteigen lassen?
Dieter Pfaff: Es war eine bewusste Entscheidung, es so zu machen, um Achim zu ehren. Ein anderer Abschied, etwa durch die Erwähnung von Wachutkas Pensionierung, wäre nicht so würdig gewesen. Immerhin waren Achim Grubel und damit Norbert Wachutka bei "Sperling" von der ersten Sendeminute an mit dabei.
 
 

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