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Sa, 11.05.2024 | 06:05-06:35 | NDR

42 - Die Antwort auf fast alles

Werden wir ewig leben?
Wissenschaft, D 2022

Es ist ein Menschheitstraum, Mittel gegen das Altern zu finden. Für Alternsforscherin Andrea Maier ist es eine aufregende Zeit: "In den nächsten zehn Jahren werden wir in der Lage sein zu zeigen, ob wir die Lebensspanne des Menschen um zehn oder auch um 20 Jahre verlängern können." In Singapur leitet Maier Versuchsreihen mit bereits zugelassenen Medikamenten. Weltweit werden derzeit rund 20 Wirkstoffe getestet, die eigentlich gegen Krankheiten wie etwa Diabetes oder Krebs eingesetzt werden, die aber auch das Altern erheblich beeinflussen könnten. Untersucht werden müssen etwa die genaue Dosierung und langfristige Nebenwirkungen. Ein anderer derzeit viel beachteter Ansatz in der Alternsforschung dreht sich um sogenannte seneszente Zellen, auch Zombiezellen genannt. Claudia Waskow, Immunologin am Leibniz-Institut für Alternsforschung in Jena, erklärt das Problem: "Das sind Zellen, die sich nicht mehr teilen können, die aber Botenstoffe freisetzen." Und damit können sie ihrer Umgebung schaden. Bei Mäusen gelingt es, Zombiezellen gezielt auszuschalten. Das trägt zur Langlebigkeit des gesamten Organismus bei. Wirkstoffe, sogenannte Senolytika, sollen den Zombiezellen auch im menschlichen Körper zu Leibe rücken. Noch sind diese Medikamente aber nicht ausreichend getestet und es gibt Nebenwirkungen. Generell geht die Forschung davon aus, dass es nicht die eine Pille oder den einen Ansatz gegen das Altern geben wird. Es wird eine Kombination aus gesundem Lebensstil und Wirkstoffen sein, die ein längeres und gesünderes Leben ermöglicht. Doch dazu muss man verstehen, was Altern überhaupt ist, Und das ist sehr komplex.

Regie:
Petra Thurn

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