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One Hour Photo

One Hour Photo

Teaser:
Stellen Sie sich vor, Sie gehen ins Lichtspielhaus und sehen Robin Williams mit einem gutmütigen Lächeln quer über Gesicht und Leinwand. Genau dieses vertraute Bild erwartet Sie, wenn Sie beim Kauf Ihrer Kinokarte "Zweimal Kino 1: One Hour Photo!" sagen. Aber Vorsicht, beachten Sie bitte den Untertitel des Films: "Nichts ist gefährlicher als ein vertrautes Gesicht."
Veröffentlicht:
07.01.2003
 
Seymour Parrish (Robin Williams), der Entwickler der "One Hour Photos" in der Foto-Ecke des Supermarktes, ist ein Mauerblümerich. Sein Sozialleben beschränkt sich auf die stille Teilhabe am Leben anderer. Er macht einfach ein paar Abzüge mehr von Kindergeburtstagsbildern und ähnlich idyllischen Anlässen aus dem Privatleben der Kunden.

Ganz besonders hat es dem unscheinbaren Mann die vermeintlich perfekte Familie Yorkin angetan. Ihr ist sogar Seymours komplette Wohnzimmerwand gewidmet, die zu einer Art Yorkin-Album umfunktioniert ist. Nur zu gerne würde Mr. Parrish der liebe Onkel "Sy" für Sprössling Jake (Dylan Smith) sein, zumal dieser sich von seinem Vater Will (Michael Vartan) vernachlässigt fühlt. Doch der Junge zeigt sich nicht gerade empfänglich für Sys Zuneigung.

Warum aber hat Will so wenig Zeit für seine Familie? Nina Yorkin (Connie Nielsen) ahnt nichts, Seymour kommt mit Hilfe seiner Yorkin-Dokusammlung dahinter: Ehebruch! Parrish sieht "seine" Familie gefährdet und leitet die "notwendigen" Maßnahmen ein...

"One Hour Photo" ist ein visueller Thriller, in dem die Figuren nicht den Effekten zum Opfer fallen. Im Gegenteil: Seymour Parrishes Welt ist so grau und steril gefilmt, wie man sich die ständig nagende Einsamkeit vorstellt. Wie im Wartezimmer eben. Ganz anders die Yorkins: Designer-Haus, Designer-Klamotten, Designer-Glück. Fotografiert in Designer-Farben. Der schöne Schein.

Ein spannender Thriller, der eine Dokumentation über das Phänomen "Einsamkeit in der Sechs-Milliarden-Welt" beinhaltet. Oder umgekehrt?

Kinostart: 09.01.2003
 
 

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