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Black Swan

Black Swan
© Foxfilm
Starttermin:
21.1.2011
Veröffentlicht:
27.01.2011
Ballett statt Wrestling: Der jüngste Film von Darren Aronofsky wurde bereits mit fünf Oscar-Nominierungen überhäuft.
Nina (Natalie Portman) ist Ballerina am New York City Ballet, kein Ballett von Weltrang, aber immerhin. Unter Ballettdirektor Thomas Leroy (Vincent Cassel) bekommt sie die Chance ihres Lebens: Sie soll die Hauptrolle in "Schwanensee" tanzen. Den unschuldigen weißen Schwan bekommt die fast streberhafte Perfektionistin natürlich perfekt hin, doch beim verführerisch-wilden schwarzen Schwan tut sich Control-Freak Nina schwer. Also hat Leroy eine Zweitbesetzung in petto, die freizügige Lily (Mila Kunis). Ninas Ehrgeiz siegt, sie trainiert für die Premiere wie eine Besessene. Das fordert nicht nur körperlich seinen Tribut …

Darren Aronofsky wird wohl in die Filmgeschichte eingehen als der Mann, der mit "The Wrestler" Mickey Rourke aus der Versenkung holte. Er schafft es, aus einem Stoff der inhaltlich durchaus auch einer Vorabendserie über Ballettmädchen gerecht werden könnte, einen atemberaubenden, optisch dichten Thriller zu bauen. Wir haben es hier also mit jeder Menge Klischees zu tun - der abgehalfterte Ballettstar, das Mädchen mit einem Traum, deren Eislaufmutter (Barbara Hershey!) und der durchtrieben-ausbeuterische Direktor, die Aronofsky zu einem fürchterlich spannenden Ganzen verwebt. Portman spielt im wahrsten Sinne des Wortes um ihr Leben, Zehen und Finger bluten, das Grauen flattert durch die Spiegel und raschelt hinter den Vorhängen, dass es seine Art hat. Hier kann einer aus ein paar Federn, Tutus und Küchenpsychologie großes Kino zaubern. Beeindruckend. Das fand auch die Academy: "Black Swan" bekam fünf Oscar-Nominierungen, Natalie Portman gewann bereits einen Golden Globe für ihre Darstellung.
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