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Piranha 3D
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Piranha 3D

Böse, böse Fischis! Spaßiges Horrorgemetzel mit fiesen Säbelzahn-Fischen und doofen Teenagern.
Starttermin:
14.10.2010
Veröffentlicht:
15.10.2010
 

Nicht jedes Horrorfilm-Remake macht Sinn. Aber manche machen immerhin Spaß. Der Original-"Piranha"-Film ritt seinerzeit in den 70ern auf der Weiße-Hai-Welle, Splatter-Regisseur Alexandre Aja ("The Hills Have Eyes") setzt diesmal auf 3D-Horror.

Irgendwie haben sie es ja verdient, die Horde besoffener Studenten und -Innen auf "Spring Break", den Ferien, in denen sich traditionell um den Verstand getrunken wird, diesmal am sonst eher verschlafenen Lake Victoria, der eine Woche lang von Wet-T-Shirt-Contests, lauter DJ-Mukke und vielen, vielen großbrüstigen Mädchen und trainierten Jungs in allen möglichen Zuständen überflutet wird.

Grauen aus der Tiefe
Blöd nur, dass ein Erdbeben eine Steinspalte aufgebrochen hat, die eine Verbindung mit einem unter dem See liegenden Gewässer schafft, das seit Jahrtausenden (Jahrmillionen? Egal) abgeschnitten war. Dort hat nämlich eine besonders ungute Fisch-Spezies überlebt, die es in dieser hartschuppigen und vielbezahten Form gar nicht mehr geben dürfte: Piranhas. Und die haben nach so vielen Jahren des Überlebens per gegenseitigem Fischkannibalismus ordentlich Lust auf Frischfleisch. Die zwei Biologen sind schnell vertilgt und so liegt es an Sheriff Julie Forester (Elisabeth Shue, „Leaving Las Vegas“), die torkelnden Jugendlichen davon zu überzeugen, nicht ins Wasser zu gehen. Und das kann sie natürlich vergessen – sehr zur Freude der Zuschauer, die Zeuge eines blutigen Unterwassergemetzels mit Bikinimädchen werden – in manchen Szenen scheint es, als ob tatsächlich die Mädels zuerst gefressen werden.

Schmückendes Beiwerk
Natürlich gibt’s noch eine kleine Liebesgeschichte dazwischen, auch den Dreh eines (harmlosen) Pornos, zwei zu rettende Kinder – was ein echtes Horror-Viech-Massaker eben so braucht. 3D funktioniert zum Fürchten ganz gut unter Wasser, auch wenn manche Distanzen an Land seltsam verzerrt wirken.

Fischbändiger
Elisabeth Shue gibt die mütterlich strenge Wasserpolizistin, Christopher Lloyd den irren Fischforscher, die hübschen Mädchen spielen u.A. Model (=Pin-up) Kelly Brook, „Gossip Girl“-Darstellerin Jessica Szohr und den jugendlichen Helden Jake Steven McQueen, dessen größte Gabe es ist, tatsächlich Steve McQueens Enkel zu sein.

Bissiges Vergnügen
Sinn hat der Film keinen, und ja, er ist fürchterlich blöd und über seine Frauendarstellung wollen wir sicherheitshalber nicht weiter nachdenken. Für Freunde sinnloser und völlig unernster Horror-Gewalt ist der Film jedoch trotzdem eine helle Freude, allein schon wegen der herrlich brutalen Schlusspointe, die Alterfreigabe ab16 Jahren macht allerdings wirklich Sinn. Am Ende tun einem eher die Fische leid – auch von noch so viel Silikon kann doch kein Piranha satt werden!
 
 

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