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Roboter der Herzen

Roboter der Herzen
© Pro 7
Veröffentlicht:
18.11.2011
Free-TV-Premiere von „WALL-E“ als Höhepunkt des „Disney Day“ am Sonntag auf Pro7

Am Sonntag bringt Pro7 wieder nonstop Disney-Filmhelden auf den Bildschirm. Zwar ist die Free-TV-Premiere von „WALL-E“ der Höhepunkt des „Disney Day“, doch auch das Vorprogramm kann sich sehen lassen. Um 15.15 gibt es z. B. ein Wiedersehen mit „Ratatouille“, ebenfalls ein Juwel aus den Pixar Animation Studios, die 2006 von der Walt Disney Company übernommen wurden.

Film-Feuerwerk

Weitere Highlights des Tages sind der Teenie-Musikfilm „Lemonade Mouth“ (6.30 Uhr), „High School Musical 3“ (8.55 Uhr), „Bedtime Stories“ (13.10 Uhr) und zwei – leider sehr kurze – TV-Specials zu aktuellen Kinofilmen (8.50 bzw. 13.05 Uhr): Die 3D-Version von „König der Löwen“ (bereits im Kino, tele verlost hier Goodies) und das siebte „Muppets“-Abenteuer (Kinostart: 19. 1. 2012).

Doch "Wall-E" schlägt sie alle.

Normalerweise räumen Roboter im Film mit Brachialgewalt auf. WALL-E ist anders. Pixar hat einer unansehnlichen Müllmaschine eine sensible Seele eingehaucht, die man am Sonntag um 20.15 Uhr auf Pro 7 oder ORF eins als Free-TV-Premiere sehen kann.

Die Erde in ferner Zukunft, menschenleer und zugemüllt. Die Menschen haben den trostlosen Planeten längst in einem Superraumschiff verlassen, nur Müllroboter WALL-E (Waste Allocation Load Lifter – Earth-Class) blieb zurück  und geht emsig seiner Arbeit nach.

Liebestoller Müllschlucker

Bis eines Tages ein Raumschiff die fesche Erkundungssonde EVE (Extraterrestrial Vegetation Evaluator) auf der Erde absetzt. EVE sucht nach organischem Leben und findet es in Form eines Pflänzchens, das WALL-E eingesammelt hat. Und wie ein zartes Pflänzchen wächst auch die Liebe des Roboters zu EVE. Er folgt ihr in den Weltraum – und ein Space-Abenteuer mit viel Verve, fein eingestreuten Filmzitaten, aber auch nachdenklich stimmender Thematik nimmt seinen Lauf. Regisseur Andrew Stanton hat schon mit „Findet Nemo“ den Animationsfilm-Oscar gewonnen. Mit „WALL-E“ gelang ihm dieses Kunststück 2009 erneut, zudem war das Trickfilmjuwel in den Kategorien Original-Drehbuch, Filmmusik, Filmsong („Down to Earth“), Tonschnitt und Ton nominiert.

Meisterwerk des Genres

Zu Recht, denn verglichen mit anderen Roboterfilmen wie dem Zeichentrick-Vorgänger „Robots“, dem Actionspektakel „Transformers“ oder „I, Robot“ ist „WALL-E“ Film gewordene Poesie. Rein emotional macht der Held dort weiter, wo die berühmten Droiden R2D2 und C-3PO aus der „Star Wars“-Saga aufgehört haben. Als Kulisse für das gefühlsintensive Robo-Spiel genügt ihm anfangs geschlagene vierzig Minuten lang eine postapokalyptische Schrottlandschaft. Erst dann geht im Weltraum die Post ab …

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