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Atanarjuat

Atanarjuat

Teaser:
Die Geschichte gibt es mindestens seit dem Zeitpunkt, als die Menschen von den Bäumen kletterten. Es handelt sich um den Kampf zweier Männer um die Liebe einer Frau - mit allen Mitteln. "Atanarjuat" ist aber keineswegs eine Shakespeare-Adaption, wie der Filmtitel schon vermuten lässt. Nein, das Drama basiert auf einer Jahrhunderte alten Legende der kanadischen Inuit. Der Regisseur Zacharias Kunuk hat die Geschichte in eine Bilderflut verwandelt, die erst nach knapp drei Stunden endet.
Veröffentlicht:
10.12.2002
 
Wir befinden uns am nördlichen Polarkreis, bei einem Nomadenstamm in der Arktis des heutigen Kanada. Viele Jahrhunderte vor unserer Zeit. Ein Schamane aus der Fremde belegt die Gemeinschaft mit einem Fluch, und es entsteht ein Klima, das von Machtgier und Rivalität geprägt ist.

Viele Jahre später sind die Söhne des ehemaligen Häuptlings, Atanarjuat (Natar Ungalaaq) und Amaqjuaq (Pakkak Innukshuk), junge Männer. Mittlerweile die besten Jäger des Stammes, erfreuen sie sich allgemeiner Beliebtheit - außer bei Sauri (Eugene Ipkarnak), dem jetzigen Häuptling. Als Atanarjuat dann auch noch das Herz der schönen Atuat (Sylvia Ivalu) gewinnt, die Sauris Sohn Oki (Peter-Henry Arnatsiaq) versprochen war, kommt es zur Katastrophe. Amaqujaq wird im Schlaf brutal ermordet, Atanarjuat muss nackt um sein Leben laufen. In die unendliche Kälte der Arktis...

Zacharias Kunuks "Atanarjuat" ist für uns Europäer aus vielen Gründen ein ungewöhnlicher Film. Die Darsteller sind fast alle Laien, echte Inuit, die die alte Geschichte seit langem kennen. Sie sprechen die Sprache ihrer Vorfahren, nicht die der Nordamerikaner. Und sie wollen nicht "Eskimos" genannt werden.

Kunuk musste seinen ersten Kinofilm digital drehen, weil Zelluloid eingefroren wäre. Damit hat er nicht nur eine alte Legende seines Volkes visualisiert, sondern auch eine fremde Welt wiederbelebt. Eine Welt, die die Weißen zerstört haben.
 
 

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