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Samstag Nachmittag Kinoh!
© Hoanzl

Samstag Nachmittag Kinoh!

Eine Box voll wunderbarer Nachmittagsunterhaltung für kühle Wintertage.
Teaser:
Veröffentlicht:
25.11.2010
 

Sie kennen das. Draußen ist es kalt. Drinnen schlürft man Tee. Draußen ist Wochenende und drinnen bedarf man dringend der Unterhaltung. Kein Arthouse-Kino am Nachmittag, bitte. Was Nettes, Unterhaltsames, so wie früher. Bei Hoanzl hatte man Mitleid und schuf für diesen Zustand eine Zehnerbox mit „Samstag Nachmittag Kinoh!“. Und die bietet was für alle Altersstufen. Die Filme sind übrigens alle auch einzeln erhältlich.

Die Box beginnt 1934 mit „Maskerade“, jenem Klassiker von Willi Forst um einen Faschingsskandal 1905, der aus einem Nacktporträt einer Gesellschaftsdame resultiert. Der flotte Operettenfilm begeistert noch heute und stellte den Beginn der Karriere von Paula Wessely dar. Marika Rökk gibt den wilden Revue-Star in Georg Jacobys Verfilmung der „Csardasfürstin“ (1951) und verguckt sich in den feschen Rittmeister Erwin (Johannes Heesters). Noch fescher (und dramatischer) geht’s nur mehr mit „Monpti“ von Helmut Käutner (1957) mit Romy Schneider und Horst Buchholz, beide blutjung und am Beginn ihrer großen Karriere.

Noch sentimentaler geht’s in „Ober zahlen!“ (1957) zur Sache. Die alten Oberkellner Franz und Gustav (Hans Moser und Paul Hörbiger) stiften im Kaffeehaus „Alt Wien“ unabsichtlich wie wohlmeinend Unheil. In „Wenn die Conny mit dem Peter“ hält die deutsche Version von Jazz 1958 Einzug in ein Internat, dargebracht von Conny Froboess und Peter Kraus, wem sonst. Auch in „Immer die Radfahrer“ (1958) wird gnadenlos gesungen (Peter Kraus in einer Nebenrolle) bis einer weint, da reimt sich „Rad“ auf „Kamerad“ und Heinz Erhardt und Hans-Joachim Kulenkampff zeigen, wie’s um das deutsche Filmschaffen in den 50ern (auch) bestellt war. Wirklich bösartig und spritzig ist dafür die Simmel-Verfilmung „Es muss nicht immer Kavier sein“ von Géza von Radványi aus dem Jahr 1961 mit dem famosen O.W. Fischer als kochendem Geheimagenten wider Willen (verwirrt wird er vom 2. Weltkrieg, Senta Berger und Eva Bartok. Unter anderem). Da geht’s so ordentlich zur Sache, dass der Film noch immer ab 16 ist, sowas macht Freude.

Die Gefahr ist bei „Charly's Tante“ ( Géza von Cziffra, 1963) nicht gegeben, Peter Alexander, Alfred Böhm und Fritz Eckhardt blödeln sich teils im Fummel durch die Traditionskomödie. Der historisch-hysterische Klamauk „Zur Hölle mit den Paukern“ (Werner Jacobs, 1967) versammelt Hansi Kraus, Theo Lingen, Uschi Glas und, tatsächlich, die junge Hannelore Elsner vor der Kamera. Das müssen Zeiten gewesen sein…Ein Stück deutscher Filmgeschichte allemal.

 
 

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