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Inglourious Basterds
© Universal

Inglourious Basterds

Teaser:
Action-Kino, wie es sein soll: Wild, gnadenlos, hintergründig-böse, pointenreich. Rock'n'Roll eben. Oder besser: Tarantino, wie er leibt und lebt. Wenn er sich mit der NS-Zeit auseinandersetzt, dann bleibt kein Stein auf dem anderen und auch kein Nazi-Skalp auf dem Haupt.
Veröffentlicht:
19.01.2010
 
Mit der tatsächlichen Geschichte Deutschlands im 2. Weltkrieg hat Tarantinos durchgeknallte Story um eine Horde rachsüchtiger Soldaten auf Nazi-Jagd, eine jüdische Kino-Besitzerin und einen irren Juden-Jäger nichts, aber auch gar nichts zu tun. Was meint Tarantino belustigt auf die zahlreichen Anfeindungen in Sachen "Authentizität"? "Wenn es meine Charaktere wirklich gegeben hätte, wer weiß, wie alles ausgegangen wäre". 

Mit Standartenführer Hans Landa (Golden Globe für Christoph Waltz) schuf der gute Quentin einen Bösewicht, wie ihn das Kinopublikum schon lang nicht mehr gesehen hat: freundlich, höflich, hinterhältig. Der gebürtige Österreicher Christoph Waltz befindet sich seither im Karriere-Überflug. Auch allen anderen, die Tarantino in Deutschland vor die Kamera liefen, hat das nicht geschadet. So cool waren Til Schweiger, Gedeon Burkhard und Daniel Brühl noch nie (und werden es wohl auch nie wieder sein). Selbst Brad Pitt war selten so unterhaltsam, das muss auch einmal gesagt werden.

Erneut beweist der sympathisch-irre Regisseur aus den USA, dass er nicht nur Dialoge schreiben kann wie kein Zweiter, sondern sich auch für jeden seiner Charaktere die notwendige Zeit nimmt - selbst wenn der- oder diejenige dann zwischendurch mal aus der Handlung stirbt. 

Für alle Cinephilen gibt's von Onkel Quentin quasi zum Sonderpreis noch eine Abhandlung zum frühen deutschen Film gratis dazu. Was für ein Film!
 
 

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