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Ein Königreich für ein Lama

Ein Königreich für ein Lama

Teaser:
Früher wurden Zeichentrickfilme von Zeichnern, also von Hand realisiert. Dann wurde nur noch Hand an den Computer gelegt, Animationsfilme wie "Shrek" entstanden. Ganz modern ist es jetzt offenbar, computergenerierte, eiernde Transportwägelchen so wirken zu lassen, als wären sie von Hand gezeichnet - womit wir auch schon beim Thema wären: "Ein Königreich für ein Lama".

Veröffentlicht:
30.07.2003
 
Wie jeder Disney-Film beginnt auch dieser mit einem frisch-fröhlichen Titelsong. Allerdings hat der "Titelsong-Fuzzy" eine ganz besondere Aufgabe: Zusammen mit der Hauptfigur selbst, dem jugendlichen König Kuzco, soll er gleich mal die Erwartungen des Zuschauers umkrempeln. Nein, ein junger König eines Disney-Inka-Reiches ist nicht immer liebenswert, charmant und gerecht. Gut, Kuzco ist nicht richtig böse, er ist halt einfach nur egoistisch und fies. Deshalb fliegt während des musikalischen Intros gleich mal ein alter Mann aus dem Fenster - er hatte den königlichen Groove empfindlich gestört.

Sie sehen, dieser Zeichentrickfilm beginnt nicht wirklich wie jeder andere von Disney. Schade nur, dass man den Originalsong "Perfect World" von Sting eindeutschen musste. Die englische Version wird nämlich von Tom Jones persönlich gesungen, weil sich Komponist Sting zu alt für die Interpretation seines schwungvoll-ironischen Stücks fühlte. Hä?

Doch zurück zu Kuzco: Der 17-jährige Herrscher hat nur sein eigenes Wohlbefinden im Sinn, nicht im geringsten das seines Volkes. Also übernimmt seine Beraterin Yzma, eine spargelige, runzelige Alte mit einer ordentlichen Portion Machthunger, unerlaubterweise seine Regierungsaufgaben. Als die Giftmischerin mal wieder auf des Königs Thron sitzt und jede Menge Bedürftige abblitzen lässt, kommt ihr Kuzco auf die Schliche und entlässt sie kurzerhand.

Yzma ist natürlich stocksauer und plant, den jungen Herrscher mittels eines arg ungesunden Getränks ins Jenseits zu befördern. Der adelige Bursche wiederum will ein Dorf evakuieren lassen, um dort eine Sommersonnenresidenz zu errichten. Das gefällt Patcha, dem Familienvater aus dem bedrohten Dorf, natürlich ganz und gar nicht. Aber was soll er machen?

Patchas Chance kommt, als Yzmas trotteliger aber liebenswerter Lakaie Kronk die falsche Zaubermixtur erwischt und aus Kuzco statt eines toten Mannes ein hyperaktives Lama wird...

"Ein Königreich für ein Lama" ist ein Film für die ganze Familie. Das sagt man ja von jedem Disney-Film, aber sind wir mal ehrlich: Wer über neun findet singende Weihnachtsbaumkugeln lustig (oder waren's Kaffeekannen?)? Die Geschichte vom königlichen Spucktier sprüht aber vor überdrehtem Witz, der manchmal sogar fast ins Unverschämte abgleitet. Bei so viel Frechheiten lachen nicht nur die Kinder vor Schadenfreude.

Daran ist vor allem Michael "Bully" Herbig schuld, der die deutsche Stimme von Kuzco ist und dem "echten" Kuzco, James Spade, in nichts nachsteht. Aber - das muss man sagen - alles in allem ist die Originalversion der deutschen vorzuziehen. Eartha Kitt als Yzma und John Goodman als Patcha sind nicht zu übertreffen!

"Ein Königreich für ein Lama" im Vertrieb von Buena Vista Home Entertainment
 
 

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