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Das Haus am Meer

Das Haus am Meer
Teaser:
George (Kevin Kline) musste erst Krebs bekommen, um zu erkennen, dass der einzige Weg, seinen freien Fall zu stoppen, darin besteht, sich selbst zu ändern. In den letzten Jahren lief so manches schief für den Architekten: Die Ehe mit Robin (Kristin Scott Thomas) ging in die Brüche, die Beziehung zu seinem Sohn Sam (Hayden Christensen) ist mehr als frostig und aus Starrköpfigkeit verliert er auch noch seinen Job.
Veröffentlicht:
01.07.2002
Der Zusammenbruch und die schlimme Diagnose veranlassen George, endlich aufzuräumen. Da fängt man am besten mit der Bruchbude an, in der man lebt, oder? Gründlich aufräumen bedeutet für den Endvierziger in diesem Fall gleich abreißen und Platz schaffen für das Traumhaus, das er schon seit 25 Jahren bauen will. Dabei soll ihm sein Sohn ordentlich zur Hand gehen, wovon dieser überhaupt nicht begeistert ist.

Je weniger noch vom alten Haus übrig bleibt, desto mehr baut sich zartes Vertrauen zwischen Vater und Sohn auf. Und auch Robin zweifelt allmählich an, ob es damals die richtige Entscheidung war, George zu verlassen. Doch da ist ja noch die Krankheit, von der keiner weiß...

"Das Haus am Meer" will jeder haben, klar. So kitschig und klischeebehaftet der Titel auch klingt, er bezieht sich auf mehr als nur auf Georges Bauwerk. Noch deutlicher wird das am Originaltitel, der da lautet: "Life as a House". Das Leben sei wie ein Haus. Reiß dein altes Leben ab, bau dir ein besseres und das Inventar (Familie, Freunde) kommt schon von selbst und stellt sich ordentlich und sauber hin. Aber so einfach funktioniert es im wirklichen Leben leider meistens nicht. Der Pfad der Tugend schützt schließlich nicht automatisch vor Kopfnüssen. Aber ein "schönes" Drama mit Butterschmalzbildern: reingehen und weinen!
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