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Do, 14.02.2019 | 21:05-22:00 | ORF 2

Am Schauplatz

Reportagereihe, Ö 2019

Seit zwei Jahren begleitet "Am Schauplatz" Martin W.. Der Wiener, der in seinem früheren Leben Barkeeper war ist zum Islam konvertiert und nimmt den Koran wortwörtlich. "Der Koran ist das Wort Allahs und er ist fehlerfrei", erklärt der 41-jährige, "darum kann man den Islam auch nicht reformieren." Er möchte genau so leben, wie es die allerersten Gefährten Mohammeds vor 1400 Jahren gemacht haben. Sein Vorbild ist die Scharia, sein Ziel das Paradies. Um dort hinzukommen, möchte er so leben, wie es Allah von ihm verlangt. Sein Leben spielt sich zwischen "haram" – also Verbotenem – und "halal" – Erlaubtem – ab. Seine Ehefrau Amela hatte auch ein anderes Leben, bevor sie sich entschieden hat, ein Kopftuch aufzusetzen und ihr Leben Allah zu widmen. Sie war Model. "Ich hatte es satt, immer nur nach diesen Äußerlichkeiten beurteilt zu werden", sagt sie. Vor der Eheschließung haben sich Martin und Amela nur zweimal getroffen. Sie wollten die perfekte muslimische Ehe. Doch es kam anders als geplant. Seit neuesten hat sich Martin nun einen Missionierungsbewegung angeschlossen, die sich "Iman" nennt. Martin lernt dort, mit welchen Methoden er Menschen schnellstmöglich zum Islam bekehren kann. Amir El-Shamy, der Generalsekretär von "Iman" sagt im Interview: "Wer nicht als Muslim stirbt, kommt in die Hölle." Bevor El-Shamy bei "Iman" aktiv war, war er Jungfunktionär bei der Wiener SPÖ. Zum Zerwürfnis mit der Partei kam es, als er Frauen nicht mehr die Hand gegeben hat. Missionieren müsse man mit Worten, sagt er, Gewalt lehne er ab. Der Verfassungsschutz des Innenministeriums beobachtet den Verein "Iman" trotzdem aufmerksam. Er hält die Mitglieder für Salafisten. Wie gefährlich ist dieser Verein wirklich und was wollen sie?

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