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Mi, 13.02.2019 | 23:00-23:45 | ORF 2

WELTjournal +

Magazin, Ö 2019

Ägyptens autoritärer Sicherheitsapparat hat das Land acht Jahre nach dem Arabischen Frühling und sechs Jahre nach dem Sturz des ersten frei gewählten Präsidenten fest im Griff. Seit der umstrittene Ex-General Abdel Fattah Al-Sisi 2013 durch einen Militärputsch und gelenkte Wahlen an die Macht gelangte, haben willkürliche Verhaftungen stark zugenommen: Menschenrechtsorganisationen gehen von mehr als 60.000 politischen Gefangenen aus. Misshandlung und Folter in der Haft seien an der Tagesordnung. Al-Sisi selbst sieht sich als Garant für Sicherheit und Frieden. Der Westen blendet die Menschenrechtsverletzungen weitgehend aus, gilt doch Ägypten mit seinen etwa 95 Millionen Einwohnern als wichtiger Partner für die Stabilität im Nahen Osten, im Kampf gegen den Terror und illegale Migration. Das WELTjournal+ lässt Aktivisten, Anwälte und Folteropfer zu Wort kommen. "Zuerst bearbeiten sie dich psychologisch. Dein Gesicht wird bedeckt, so dass du nichts siehst und keine Ahnung hast was um dich herum vorgeht", erinnert sich Ahmed Said. Der 35-jährige Ägypter wurde 2015 verhaftet und von Polizisten gefoltert. Heute lebt er in Deutschland. Sein Vergehen war die Teilnahme an einer friedlichen Gedenkveranstaltung.

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10.61.5.113