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Do, 12.07.2018 | 21:05-22:00 | ORF 2

Am Schauplatz Gericht

Infotainment, Ö

Das "Am Schauplatz Gericht Team" beschäftigt sich mit vier Fällen, in denen offene Rechnungen im wörtlichen und übertragenen Sinn im Zentrum von Konflikten stehen. Nach dem Tod der alten Frau D. erbten Verwandte, die sie kaum gekannt haben, ein Grundstück in Wien-Hietzing. Plötzlich forderte eine Frau W., die behauptet, dass sie sich jahrelang um die Verstorbene gekümmert hat, 48.000 Euro von den Erben. Die bestreiten die "offene Rechnung", und dass es mündliche Verträge zwischen Frau D. und Frau W. gegeben hätte. Die letzten Jahre von Frau D. werden im Gerichtssaal zum Thema. Der Motor des gebraucht gekauften Autos von Familie L. war heiß gelaufen. Vermutlich nichts Gravierendes, signalisierte die Werkstatt angeblich. Dann überschlugen sich die Ereignisse: Die Reparatur wurde teurer und Familie L. weigerte sich, zu zahlen. Der Werkstattbesitzer gab das Auto nicht heraus und man prozessierte mehr als drei Jahre. Müssen Herr und Frau L. jetzt allein dafür, dass das Auto jahrelang am Werkstattgrund gestanden ist, knapp 10.000 Euro Standgebühr zahlen? Der Sohn Frau von Frau F. hatte die Behörden jahrelang darauf hingewiesen, dass seine Mutter in Lebensgefahr sei. Der Vater würde ihr nach dem Leben trachten. Im Juli 2016 wurde der aus einer psychiatrischen Klinik entlassen, fuhr zu seiner Frau und ermordete sie. Der Sohn wirft dem Spital vor, den Vater leichtfertig entlassen zu haben. Er fordert für sich und seine Schwestern Schadenersatz für seelische Schmerzen. Herr M. aus Vorarlberg hat seine Frau auf tragische Weise verloren: Sie erkrankte plötzlich an einer schnell fortschreitenden, unheilbaren und angeblich ansteckenden Krankheit des Gehirns und starb nach über einem Jahr intensiver häuslicher Pflege. Gegen seinen Willen führten die Behörden eine Obduktion durch, entfernten das Gehirn von Frau M. und schickten es zur Aufbewahrung an ein Institut in Wien, damit es für künftige Forschungen erhalten bleibt. Herr M. will das Gehirn seiner Frau nachträglich beisetzen lassen und hat auf Herausgabe geklagt. 80000 Euro hat er bisher an Prozesskosten investiert. Jetzt hat der Obersten Gerichtshof alle mit einer unerwarteten Entscheidung überrascht.

Originaltitel:
Am Schauplatz Gericht

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10.61.5.113