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Sa, 13.01.2018 | 05:25-06:55 | ARTE

Frank Sinatra - Die Stimme Amerikas

Dokumentarfilm, D/USA 2015

Zur Welt gekommen als italienisches Einwandererkind, jobbte er zunächst als Boxer, war dann als Journalist tätig, avancierte weiter zum Sänger und Entertainer, gewann als Schauspieler einen Oscar, bis er letztendlich zum Inbegriff des "All-American Man" wurde. Marlene Dietrich nannte ihn einmal den "Mercedes-Benz unter den Männern": Frank Sinatra war viel mehr als nur der Charmeur mit dem Gewinnerlächeln, wie ihn die meisten kennen. Er war ein Mensch mit genauso vielen Schatten- wie Sonnenseiten. Dabei sah es Anfang der 50er Jahre zwischenzeitlich gar nicht gut aus für Sinatras Karriere: Seine eigene TV-Show floppte, seine Plattenfirma kündigte ihm den Plattenvertrag und auch Hollywood wollte ihn nicht mehr. Doch wenig später war Sinatra zurück und triumphierte: Als Angelo Maggio überzeugte er in dem Antikriegsfilm "Verdammt in alle Ewigkeit" und kassierte einen Oscar. Das Gerücht, dass er die Rolle nur auf Drängen seiner Mafiakontakte ergattert hatte, tat seiner Karriere kaum einen Abbruch; im Gegenteil es trug lediglich zur Mystifizierung seiner Person bei. Strahlte Sinatra nach außen beispiellose Lässigkeit und Stärke aus Whiskey und Zigaretten waren seine Markenzeichen , traf ihn im Privaten hingegen dasselbe Schicksal wie so viele Berühmtheiten nach ihm: Einsamkeit, Depression und folglich ein zerstörerischer Hang zum Alkoholismus und zur Spielsucht. Begleitend dokumentierten unzählige Affären und drei gescheiterte Ehen sein emotionales Chaos. Ein bewegtes Leben fand an jenem Maitag 1998 schließlich sein Ende und mit ihm auch ein Stück weit das 20. Jahrhundert. Knapp 70 Jahre stand er auf der Bühne und durchlebte auf ihr amerikanische Geschichte.

Originaltitel:
Frank Sinatra - Die Stimme Amerikas
Regie:
Annette Baumeister
10.61.5.113