Was einen guten Song, ob in U- oder E-Musik, ausmacht, lässt sich nur schwer beschreiben. Jedenfalls war John Dowland der bedeutendste Liedermacher im Elisabethanischen Zeitalter. Wie vor ihm Claudio Monteverdi oder später Franz Schubert, so hatte auch John Dowland die Gabe, mit geringsten Mitteln ein Maximum an Ausdruck zu erreichen: ein schlichtes Duo von Singstimme und Laute, lässt ein emotionelles Hoch aufkommen, wie es oft selbst mit größtem Aufgebot an Sängern und Instrumentalisten kaum erreicht werden kann. Bis heute werden seine Lieder, die das Lebensgefühl der Shakespeare-Zeit auf faszinierende Weise einfangen, gern gehört. In dieser Ausgabe von "Alte Musik - neu interpretiert" wollen wir Unbekannteres von John Dowland ins Zentrum rücken: seine Instrumentalmusik.
