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Do, 11.07.2024 | 20:15-21:00 | BR Fernsehen

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... durch die Woche mit Christoph Süß

Schleimige Invasion: Nacktschnecken auf dem Vormarsch: Derzeit kriechen und schleimen sie sich wieder durch unsere Gärten, fressen die Erdbeeren, die man so gern genascht hätte, und die Blumen, auf die man sich das ganze Jahr freute. Während die normalen Häuserschnecken sich eher über welkes Kraut hermachen, vertilgt die spanische Wegschnecke so gut wie alles auf ihrem Weg. Fressfeinde muss sie kaum fürchten, weil ihr bitterer Schleim fast keinem Tier schmeckt. Was, wenn sie sich aus den Gärten in Wald und Flur ausbreitet? Tatsächlich gibt es nur einen Schrecken der Schnecken, der sich der Invasion in den Weg stellt. Spessarträuber oder -schützer? Umstrittenes Biosphärenreservat: Im Spessart waren vielleicht früher mal Räuber, heute hofft man auf mehr Touristen. Und die will man mit dem Label "Biosphärenregion" anlocken. Dafür müssten drei Prozent Waldfläche stillgelegt werden, auch im Staatswald. Während Landräte, Gemeinden und Hoteliers das Projekt gerne verwirklicht sehen, haben Holzrechtler Sorgen: Ob sie noch ihr Brennholz aus dem Wald holen dürften? Mit an ihrer Seite ist Hubert Aiwanger, Chef der Staatsforsten. Er warnt mit drastischen Worten vor dem Projekt, worauf ihm die Landräte der Region mit ebenso deutlichen Worten in einem offenen Brief Contra geben. Kunst oder Krempel? Regensburgs Brunnen haben ausgesprudelt: Anstatt schnöder Blumenbeete gibt's im Regensburger Stadtpark eine karge Asphaltplatte. Der "Himmelsspiegel", ein Brunnen, kostete eine Million Euro – und ist seit Mai außer Betrieb. Durch Risse im Gussasphalt verlor der Brunnen immer wieder Wasser. Nicht mal ein Jahr sprudelten die 23 Fontänen. Nun dürfen sich die Regensburger am minimalistischen Grau im Park erfreuen, denn der Brunnen ist wohl nicht mehr zu reparieren. Andere Brunnen der Stadt liegen genauso trocken. Ist das ein Symbol der Vergänglichkeit oder einfach nur Pfusch? Dreistigkeit siegt? Nachlässiger Umgang mit Schwarzbauten: In der Gemeinde Andechs hat ein Bauunternehmer vor vielen Jahren einen Lagerplatz im Landschaftsschutzgebiet errichtet. Ohne Erlaubnis. Das Landratsamt hatte zwar gegen die illegale Nutzung geklagt und auch Recht bekommen, aber nie den Rückbau durchgesetzt. Stattdessen kam man im Kreistag dem Unternehmer entgegen und nahm den Platz aus dem Landschaftsschutzgebiet heraus. Auch andernorts entstehen etwa Parkplätze in einem FFH-Gebiet. Was taugen Vorschriften und Gesetze, wenn die Ämter sie nicht durchsetzen wollen? Moderne Almhütten: Innovation oder Schandfleck? In Rottach-Egern hagelt es Kritik für die neue Blankensteinhütte des Deutschen Alpenvereins. Mit ihren riesigen Fensterfronten sei die Hütte laut Bürgermeister ein Fremdkörper in den Bergen. Vogelschützer sind alarmiert, weil kein vogelsicheres Glas verbaut wurde, und Anwohner finden die Hütte einfach nur grausig. Der Architekt soll jetzt nachbessern. Dabei ist die Hütte ziemlich energieautark. Schließlich will man auch in den Bergen nachhaltig bauen. Und werden Berghütten andernorts nicht deutlich moderner interpretiert? In Österreich und Südtirol gibt es einige futuristisch anmutende Niedrigenergiehütten. Könnte es sein, dass wir unsere nostalgischen Vorstellungen von der heimeligen Almhütte aufgeben müssen?

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