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Detailbild Spurensuche
Sa, 29.01.2022 | 21:45-22:40 | ARTE

Spurensuche

Neue Methoden der Forensik

Mit der Entdeckung der DNA-Analyse fand wohl die wichtigste Revolution in der Kriminalgeschichte statt. Gleichzeitig markierte der Durchbruch eine wichtige Veränderung in der Kriminalistik. Es wurde deutlich, dass über Polizei und Staatsanwaltschaft hinaus noch eine weitere Berufsgruppe entscheidende Hinweise zur Aufklärung von Verbrechen liefert: die Wissenschaft. Heute sind es vor allem forensische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, von denen man hört, wenn es um neue Methoden der Kriminalistik geht. Lorna Dawson hat sich auf die Untersuchung des Bodens spezialisiert. Ist doch der Waldboden genauso individuell wie ein Fingerabdruck. Blutspurenmuster geben viel mehr Informationen preis, als es auf den ersten Blick scheint. Philippe Esperanca kann sogar unsichtbare Blutspuren wieder sichtbar machen. An der Frankfurter Rechtsmedizin arbeitet der Entomologe Jens Amendt mit Fliegen und deren Larven. Schon lange hilft die Untersuchung der Lebewesen, die sich auf Leichen befinden, bei der Feststellung des Todeszeitpunkts. Doch Amendt entwickelt die Methode weiter. Relativ neu ist die Pollenanalyse in Europa. Pollen sind überall und geben demzufolge Auskunft darüber, wer in der Nähe einer Leiche war, wo der Mensch vor seinem Tod zuletzt war, oder zu welcher Jahreszeit jemand verstorben ist. Durch die lange Haltbarkeit der Pollen bleiben sogar Tausende Jahre alte Spuren bis heute konserviert. So hilft die Wienerin Martina Weber mit der Pollenanalyse bei der Aufklärung von aktuellen Verbrechen, ebenso wie bei der historischen Aufarbeitung der Ereignisse in Pompeji.

Originaltitel:
Spurensuche – Neue Methoden der Forensik
Regie:
Anna Pflüger

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Wiederholungen dieser Sendung:

10.61.5.114