0%
 
Fr, 28.01.2022 | 23:03-00:00 | Ö1

Zeit-Ton

Radio, Ö 2022

Als Auftakt-Veranstaltung von Wien Modern 2021 war Mitte Oktober das vom The Acousmatic Project kuratierte Programm "From Outer Space" im Kuppelsaal des Naturhistorischen Museums zu erleben. "From Outer Space" setzte sich mit Science-Fiction, Forschung und Natur auseinander, die neun Stücke kamen u.a. von Caroline Profanter und Steel Girls. Der Zeit-Ton präsentiert einige dieser Ur- und Erstaufführungen. Die von Thomas Gorbach 2010 in Wien gegründete und seit einigen Jahren von Martina Claussen mitkuratierte Reihe The Acousmatic Project findet auf dem Acousmonium statt. Das Wiener Acousmonium ist ein Lautsprecher-Orchester, das je nach Veranstaltungsort aus zehn bis 20 unterschiedlichen Lautsprecher-Paaren besteht. Über ein eigens entwickeltes Mischpult lassen sich Klänge im Raum verteilen, womit sich äußerst plastische, dreidimensionale Klangräume bauen lassen. Inspiriert wurde das Wiener Acousmonium u.a. vom gleichnamigen Lautsprecher-System, das der Elektroakustik-Komponist und langjährige Leiter der Pariser Groupe de Recherches Musicales GRM François Bayle ab 1974 entwickelt hatte. Der Kuppelsaal des Naturhistorischen Museums bot ideale akustische Bedingungen für eine Acousmonium-Aufführung. In dem von Thomas Gorbach zusammengestellten Programm "From Outer Space" ging es um vielfältige Interpretationen des "Draußen", hörbar gemacht in den Uraufführungen von "Créatures composites" von Caroline Profanter, Gorbachs "Impact from Mars" oder "Metallusion" des Quartetts Steel Girls. Zudem war dem portugiesischen Komponisten João Pedro Oliveira ein Schwerpunkt gewidmet, Martina Claussen führte eine Adaption von "Verwoben" für Countertenor auf und abgeschlossen wurde "From Outer Space" mit der einstündigen 8-Kanal-Komposition "Le projet 'Ouïr': Scènes de la vie de l'écoute" von François Bayle. Im Zeit-Ton sind Ausschnitte aus "From Outer Space" zu hören.

10.61.5.114