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Do, 27.01.2022 | 11:30-11:57 | Ö1

Des Cis

Radio, Ö 2022

Er lebte an der Schwelle zur Frühromantik, erhielt Lob von Komponisten wie Haydn oder Gluck und war mit Mozart und Beethoven eng befreundet. Anton Eberl (1765-1807) war Konzertpianist, Komponist und Kapellmeister des Zaren von St. Petersburg, der größten Höfe jener Zeit. Seine Musik porträtiert aber nicht nur den Übergang zwischen zwei künstlerischen Epochen, sondern auch den Wechsel vom Cembalo zum Hammerklavier. Für die aktuelle CD hat sich die japanische Pianistin Sayuri Nagoya daher Stücke sowohl aus der frühesten als auch aus der letzten Periode in Eberls Leben ausgesucht. Interpretiert werden diese auf einem Brodmann-Fortepiano von 1805. Warm, weich und melancholisch ist der Klang dieses historischen Instrumentes, nicht unähnlich der menschlichen Stimme. "Ich weiß, dass es selbst mit einem Originalinstrument nicht möglich ist, die exakten Klänge der Vergangenheit nachzubilden, aber ich glaube, dass wir mit dieser Aufnahme beginnen können, ein tieferes Verständnis für die Zeit und das Leben von Anton Eberl zu gewinnen." (Sayuri Nagoya).

10.61.5.114