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Fr, 26.11.2021 | 11:38-12:08 | 3sat

Stolperstein

"Man liebt sie, als wären's die eigenen ..." Pflegekinder mit Behinderung
Reportagereihe, D 2016

Nicht immer ist es ein unerfüllter Kinderwunsch, der Paare dazu bringt, sich um ein Pflegekind zu bewerben. Viele Pflegeeltern haben bereits leibliche Kinder. Es gibt auch Paare und Familien, die sich einer besonders schwierigen Aufgabe widmen: Sie nehmen Pflegekinder mit körperlichen oder geistigen Handicaps bei sich auf. Das Team von "Stolperstein" hat zwei dieser Familien kennengelernt und im Alltag begleitet. Familie Schirmer hatte bereits zwei gesunde eigene Kinder: Michel und Sally. Zu den beiden kam das Geschwisterpaar Lea und Fabian, deren leibliche Eltern nicht in der Lage waren, für sie zu sorgen. Das Ehepaar Marchner hat zwei Jungen bei sich aufgenommen: Jonas haben die Marchners bereits adoptiert und kämpfen nun darum, auch das schwerbehinderte Pflegekind Justin adoptieren zu dürfen. Zu den Schwierigkeiten im Alltag kommen manchmal auch noch Konflikte mit den Behörden und die Ungewissheit, ob die Kinder dauerhaft bleiben können. Was sind die Beweggründe von Familien, freiwillig für "fremde" Kinder mit Handicap so viel Verantwortung und Mühe auf sich zu nehmen? Die Schirmers und die Marchners meinen "Man liebt sie, als wären's die eigenen ..." und: "Die Kinder geben uns unendlich viel Liebe zurück!" Eine besondere Form des bürgerschaftlichen Engagements ist es, wenn Familien sich bereit erklären, Pflegekinder bei sich aufzunehmen. Während Adoptiveltern für die adoptierten Kinder dieselben Rechte haben wie leibliche Eltern, sind die Rechte von Pflegeeltern eingeschränkt. Es geht hier vor allem darum, die Erziehungsaufgabe auf unbestimmte Zeit zu übernehmen – etwa wenn die leiblichen Eltern das derzeit nicht leisten können. Oft ist die Aufnahme eines Pflegekindes aber auch die Vorstufe für eine Adoption.

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