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Mo, 22.11.2021 | 22:45-23:15 | NDR

Kulturjournal

Kulturmagazin, D 2021

Femizide in Deutschland: Wenn Männer Frauen töten Den Mordversuch ihres Exmannes hat sie überlebt. Doch Kader K. aus Hameln ist davon gezeichnet. Darüber spricht sie im "Kulturjournal", auch, um ein Zeichen zu setzen. Denn jeden dritten Tag stirbt eine Frau durch die Hand ihres Partners oder Expartners, und jeden Tag gibt es in Deutschland einen polizeilich registrierten Tötungsversuch an einer Frau in Deutschland. Die Dunkelziffer vermisster und schwer verletzter Frauen kennt niemand. Viele Frauen haben Angst, zur Polizei zu gehen, weil sie fürchten, dass ihnen nicht geglaubt wird. Doch langsam wächst auch in Deutschland das Bewusstsein für diesen Tatbestand. Das "Kulturjournal" spricht neben Kader K. mit der Freundin einer ermordeten Frau und einer Fotografin, die Tatorte von Femiziden dokumentiert. Außerdem ergründet das "Kulturjournal" die Ursachen für Femizide und was passieren muss, damit weniger Frauen in tödlicher Gefahr sind. Am 25. November ist der Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen 2021. Reisegeschichten und Ehedramen: das "NDR Buch des Monats" von Fernando Aramburu Ein Ehepaar reist durch Norddeutschland: Hannover, Worpswede, Hamburg, Goslar, Lübeck, Rügen und weitere Stationen. Er ist ein durchschnittlicher Mann wie er im Buche steht, interessiert sich für Frauen, Fußball, Sex und Essen. Sie ist eine etwas kapriziöse Schriftstellerin, die ein Buch über die gemeinsame Reise schreiben will. Was das Paar gemeinsam erlebt, wird aber nicht aus ihrer Sicht erzählt, sondern vom heimlich schreibenden Ehemann, der sich damit brüstet, nicht besonders viel mit Literatur am Hut zu haben. Der spanische Schriftsteller Fernando Aramburu, der seit vielen Jahren in Hannover lebt, hat einen doppelbödigen Roman geschrieben, der Reisebericht und Ehedrama zugleich ist: mal ironisch, mal zärtlich, mal spöttisch und nicht immer politisch korrekt. Und da die weibliche Hauptfigur eine Schriftstellerin ist, geht es natürlich auch um das Schreiben selbst, inklusive literarischer Bezüge zu Heinrich Heine, Thomas Mann oder Goethe, nach dem auch der gemeinsame Hund des Paars benannt ist. "Reise mit Clara durch Deutschland" (Rowohlt) ist das "NDR Buch des Monats". Am 7. Dezember liest Fernando Aramburu daraus in der NDR Reihe "Der Norden liest" in Worpswede. Die Söhne Hamburgs: die Musiker Stefan Gwildis, Joja Wendt und Rolf Claussen Als Straßenmusiker haben sie gemeinsam vor Jahrzehnten begonnen, dann machten sie einzeln Karriere: Stefan Gwildis wurde als Sänger mit deutschen Soulliedern bekannt, Rolf Claussen ist erfolgreicher Schauspieler und Improvisationskünstler. Joja Wendt ist Pianist und Komponist, spielte mit Chuck Berry und schrieb u.a. die Filmmusik zu "7 Zwerge – Männer allein im Wald". Doch seit einigen Jahren sind die drei Musiker auch wieder gemeinsam unterwegs: als die Söhne Hamburgs füllen sie große Hallen und ganze Stadien. Besonders beliebt ist ihre alljährliche Weihnachtsshow, u.a. mit amerikanischen Christmas-Hits, denen die Söhne Hamburgs neue deutsche Texte schenken. Im vergangenen Winter mussten die Konzerte wegen Corona ausfallen, umso mehr freuen sie sich auf die anstehende Tournee. Julia Westlake hat das erfolgreiche Trio bei den Proben besucht. Und für das "Kulturjournal" sind die drei Musiker auch noch einmal auf die Straße gegangen.

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10.61.5.114