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Mo, 11.10.2021 | 17:55-18:00 | Ö1

Betrifft: Geschichte

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Stromschnellen gefährdeten lange Zeit die Schiff-Fahrt auf der Donau, Überschwemmungen bedrohten in regelmäßigen Abständen die ehemalige Kaiserstadt Wien. Der Hydrotechniker Florian von Pasetti, Mitglied der zweiten Kommission zur Donauregulierung, entwarf um 1860 eine 36 Meter lange Donaukarte. Sie zeigt die Donau ab der deutsch-österreichischen Grenze bis zum Eisernen Tor in Rumänien: Was vorliegt, ist ein historisches Zeugnis eines längst vergangenen Originalzustandes, vor den Regulierungen zum Hochwasserschutz und für die Verbesserungen der Schifffahrt, sowie vor dem Bau zahlreicher Wasserkraftwerke. Erst ab 1870 konnte man sich auf die Erste Wiener Donauregulierung einigen. Der Fluss wurde nun zur vielgenutzten Verbindungsstraße. Die "Erste k. k. privilegierte Donau- Dampfschifffahrts-Gesellschaft", gegründet 1829, war mit einer Flotte von über 200 Dampfschiffen, Kähnen und eigenen Werften das größte Binnenschifffahrtsunternehmen der Welt. Auf dem Wiener Kongresses legte man fest, dass die Donau als internationaler Fluss für die Handelsschifffahrt allen Staaten offensteht. Mit ihrer "Zähmung" begann auch die romantische Verklärung des Flusses, etwa durch Johann Strauß Walzer "An der schönen blauen Donau". Ein politisches Bewusstsein für die Erhaltung der Donaulandschaft zeigte sich spätestens in den 1980er-Jahren mit der Besetzung der Stopfenreuther Au bei Hainburg. Der Ökologiebewegung führte zu dem Nationalpark Donau -Auen.

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