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Sa, 02.10.2021 | 16:15-17:00 | BR Fernsehen

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Der halbwilde Wald – 50 Jahre Nationalpark Bayerischer Wald

Quer übereinander liegen hunderte silbergraue Fichten, in sich verkeilt, undurchdringlich mit ihren Astgerippen – aus diesem Riesen-Mikado ragen junge Bäume heraus, frisches Grün kämpft sich nach oben, ein neuer Wald entsteht. Das ist er, der Nationalpark Bayerischer Wald. Ein Wald im Umbau, im Übergang, im Werden – ein halbwilder Wald. Der Nationalpark Bayerischer Wald wurde am 7. Oktober 1970 gegründet. Er ist damit der älteste deutsche Nationalpark. Seitdem gilt hier das Motto: "Natur Natur sein lassen." Ist dieser Wald schön? Die Antwort hierauf fällt unterschiedlich aus, je nachdem ob sie einem Holzarbeiter oder einem Naturschützer, einem Wanderer oder einem Tourismusexperten gestellt wird. Seit seiner Gründung gibt es Konflikte um den Nationalpark. Einfach nichts tun – das ist eine Herausforderung vor allem für die einheimische Bevölkerung. Filmautor Jürgen Eichinger berichtet von Kämpfen und Widerständen, von Erfolgen und Begeisterung – und von der Schönheit dieser wilden Waldnatur. Der Film ist auch die Geschichte des Autors und Fotografen Herbert Pöhnl. Als Einheimischer hat er die Entwicklung des Nationalparks Bayerischer Wald über die Jahre hinweg hautnah in ihrer ganzen Ambivalenz miterlebt. Heute bildet der Nationalpark Bayerischer Wald zusammen mit dem Nachbarnationalpark Sumava in Tschechien das größte Waldschutzgebiet Europas. Nirgendwo sonst zwischen Atlantik und Ural darf sich Natur auf so großer Fläche nach ihren eigenen Gesetzen entwickeln. Aus dem Wirtschaftswald von gestern entsteht der Urwald von morgen. Hier finden so seltene Tiere wie Luchs, Auerhuhn oder Habichtskauz Rückzugsräume, wie es sie sonst kaum noch in Deutschland gibt.

Originaltitel:
Der halbwilde Wald – 50 Jahre Nationalpark Bayerischer Wald

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