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Detailbild Baustelle Berlin – Wo bleiben die neuen Wohnungen?
Fr, 14.05.2021 | 20:15-21:00 | Tagesschau24

Baustelle Berlin – Wo bleiben die neuen Wohnungen?

Die Zeit läuft. Seit Februar 2020 gilt der Mietendeckel in Berlin. Er sollte eine Atempause sein, um mehr Wohnungen zu schaffen. So hat die rot-rot-grüne Koalition das umstrittene Gesetz begründet. Aber der Neubau kommt nur langsam in Fahrt. Bisher hat Berlin die selbst gestellten Ziele verfehlt. Warum geht es nicht schneller? Dabei gibt es genügend Akteure, die neuen Wohnraum schaffen wollen – und das nicht nur für Besserverdienende. Tausende zusätzliche Wohnungen hätten schon längst fertig sein können. Aber zähe Planungsverfahren, Personalmangel und fehlendes Bauland blockieren oft den Baufortschritt. In Berlin-Treptow versucht ein privater Investor seit Jahren 900 Wohnungen zu errichten und wird immer wieder vertröstet. Noch immer ist das künftige Quartier eine Brache. Im Stadtteil Tempelhof will eine Genossenschaft auf einem Parkplatz 49 Wohnungen bauen, auch hier geht es nicht voran. Gern würden die Genossenschaften viel mehr leisten, aber sie bekommen kaum Bauland. Denn die städtischen Grundstücke vergibt Berlin vorrangig an ihre landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften. Aber die kommen kaum hinterher. Außerdem ist Neubau nicht der einzige Weg aus der Misere. Viele Häuser und Flächen könnten besser genutzt werden, damit mehr Wohnraum (für alle) entsteht. Die Autorinnen begleiten Investoren, Genossenschaften und städtische Wohnungsbaugesellschaften bei ihren Bemühungen, ihre Vorhaben zu verwirklichen. Welche Hindernisse stehen ihnen im Weg? Was bremst den Wohnungsbau in Berlin? Warum geht es anderswo in Deutschland schneller? Und sie zeigen exemplarisch, wie Bauen für eine lebenswerte Stadt der Zukunft gelingen kann.

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