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Detailbild Sabine Wulff
Sa, 13.03.2021 | 00:30-02:00 | MDR

Sabine Wulff

Niveau
Spass
Spannung
Action
Jugendfilm, DDR 1978

100 Jahre Frauentag am 8. März + DEFA 75 Weil ihr Freund Jimmy sie zum Zigarettenklauen verleitet hat, muss Sabine in den Jugendwerkhof. Mit 18 wird sie entlassen und möchte ein neues Leben beginnen. Zu den Eltern will sie nicht. Von Jimmy, den sie noch liebt, ist sie enttäuscht. Sie beginnt eine Arbeit in einer Schuhfabrik. Dort schlägt ihr Misstrauen und Ablehnung entgegen. Weil Sabine (Karin Düwel) für ihren Freund Jimmy (Manfred Ernst) Zigaretten klaute, landete die Minderjährige im Jugendwerkhof. Nun wird sie, gerade 18 Jahre alt, in die Freiheit entlassen. Sabine fühlt sich einsam. Zu Jimmy will sie nicht zurück, auch wenn sie ihn noch immer liebt. Zu ihren Eltern kann und will sie auch nicht zurück, und Onkel Karl (Gerhard Bienert) ist alt und krank. Bleibt für Sabine nur ein absoluter Neuanfang: Arbeit suchen und Geld verdienen, um das Zimmer bei Frau Prieselank (Ilse Voigt) zu bezahlen. Gerechtigkeitsgefühl und Kompromisslosigkeit haben sie schon früher in Konflikte mit anderen Menschen und in die Isolation getrieben. Das spürt Sabine erneut, als sie eine Arbeit in der Schuhfabrik findet und sich als Neue, dazu noch Vorbestrafte, nicht scheut, Betrügereien im Betrieb zur Sprache zu bringen. Doch diesmal ist Sabine Wulff entschlossen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Sie möchte anerkannt und als Partnerin behandelt werden und dabei immer noch in den Spiegel schauen können. Nach einer kurzen Episode mit Atsche (Jürgen Heinrich) beschließt sie, den Start ins neue Leben doch mit Jimmy zu wagen, aber mit dem festen Vorsatz, es diesmal anders und besser zu machen. "Sabine Wulff" ist einer der ersten DEFA-Filme mit einem unverstellten Blick auf Haltungen einer jungen Generation, die nicht freundlich-lieb daherkommt. Der Film macht Diskrepanzen und Risse sichtbar, die es zwischen Lebenshaltungen und -erwartungen verschiedener Generationen gibt. Mit der Darstellung einer Außenseiterin im real existierenden Sozialismus konnte Regisseur Erwin Stranka öffentliches Problembewusstsein provozieren. Der Film entstand nach dem Roman "Gesucht wird die freundliche Welt" von Heinz Kruschel. Das Buch stieß nach seinem Erscheinen besonders bei jungen Lesern auf so großes Interesse, dass die erste Auflage in kürzester Zeit vergriffen war. Dieser Erfolg ermunterte die DEFA zu einer Verfilmung. Mit ihrem Debüt in der Titelrolle wurde die junge Karin Düwel einer der neuen Stars bei DEFA und Fernsehen. Sabine Wulff: Karin Düwel Jimmy: Manfred Ernst Atsche: Jürgen Heinrich Hansel: Hans-Joachim Frank Hotte: Lars Jung Heide Hobohm: Jutta Wachowiak Kati: Swetlana Schönfeld Gisa: Ursula Staack Frau Prieselank: Ilse Voigt Onkel Karl: Gerhard Bienert und andere

Regie:
Erwin Stranka
Schauspieler:
Karin Düwel (Sabine Wulff)
Manfred Ernst (Jimmy)
Jürgen Heinrich (Atsche)
Hans-Joachim Frank (Hansel)
Lars Jung (Hoffe)
Jutta Wachowiak (Heide Hobohm)
Swetlana Schönfeld (Kati)
Gerhard Bienert (Onkel Karl)
Ursula Staack (Gisa)
Juliane Koren (Hille)

Wiederholungen + weitere Ausstrahlungen

Wiederholungen dieser Sendung:

10.61.5.113