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Do, 11.03.2021 | 16:40-16:55 | Ö1

Die Ö1-Kinderuni

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Vor 30 Jahren, genau gesagt am 19.09.1991, fanden Bergwanderer in den Ötztaler Alpen die Mumie eines Mannes. Durch das Gletschereis war die Leiche gut erhalten geblieben. Erst die Schmelze durch den Klimawandel hat sie freigegeben – nach über 5.300 Jahre. Der "Mann aus dem Eis" sollte aufgrund seiner Fundstelle "Ötzi" genannt und sehr berühmt werden. Für die Wissenschaft war und ist der Fund der Gletschermumie wie der Fund einer Schatztruhe. Durch die Analyse seines Körpers, aber auch seiner Kleidung sowie der Werkzeuge und Waffen, die er bei sich trug, weiß man heute, wo Ötzi gewandert sein muss, was er zuletzt gegessen hat, wie er die Glut des Feuers erhalten konnte und vieles mehr. Bis heute "erzählt" uns Ötzi etwas über sein Leben, aber nicht nur das: durch ihn haben wir viele neue Erkenntnisse über das Leben in der Steinzeit gewonnen. In den drei Jahrzehnten seit dem Fund haben sich die Forschungsmethoden verbessert, sodass man immer noch Neues entdeckt und manche erste Annahmen korrigieren muss: so zum Beispiel litt Ötzi doch an Zahnkaries! Und dann gibt es da noch die Pfeilspitze in seinem linken Schulterblatt – und das Rätsel um seinen Tod. Die Ö1-Kinderunireporter/innen Dorian, Klara und Rouskia begeben sich mit Elisabeth Rastbichler vom Institut für Archäologie der Universität Innsbruck und der Expertin für Ur- und Frühgeschichte, Christine Oberauer, auf eine spannende Entdeckungstour.

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