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Do, 11.03.2021 | 21:00-21:55 | Ö1

Im Gespräch

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Die Dreifachkatastrophe von Fukushima vom 11.03.2011 habe sie persönlich und als Wissenschafterin in einen Schockzustand versetzt, sagt Steffi Richter im Gespräch mit Judith Brandner. Seither befasst sie sich intensiv mit den unmittelbaren Ursachen, Geschehnissen und Folgen des Fukushima-GAUs, aber auch mit der Kultur des Nuklearen, die die Nachkriegsordnung in Japan und global geprägt hat. Steffi Richter ist Professorin für Japanologie am Ostasiatischen Institut der Universität Leipzig, sie forscht und lehrt zur Ideen- und Kulturgeschichte des neuzeitlich-modernen Japan, sowie zu Alltagskulturen der Gegenwart. Im April 2011 rief sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Lisette Gebhart die nach wie vor aktive "Textinitiative Fukushima" ins Leben. Mit Studierenden der Universitäten Leipzig und Frankfurt übersetzen sie in diesem Projekt Texte aus Wissenschaft, Medien, Politik, Kunst, Literatur, Philosophie oder Popkultur, die sich mit "Fukushima" befassen, und machen sie so einem breiteren Publikum im deutschsprachigen Raum zugänglich. Steffi Richter wurde 1956 in Leipzig/DDR geboren. Nach dem Studium der Philosophie in Moskau wurde sie 1980 wissenschaftliche Mitarbeiterin für Asienwissenschaften an der Humboldt Universität Berlin. 1994 habilitierte sie über "Wissenschaftliches Denken in Japan zwischen Tradition und Moderne" an der Universität München. Ab 1996 baute sie die Japanologie an der Universität Leipzig auf.

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