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Di, 23.02.2021 | 11:05-11:25 | Ö1

Radiogeschichten

Radio

1983. Eine chinesische Delegation besucht auf ihrer europäischen Rundreise das Goethe-Institut in München. Während der Führung langweilt sich Schriftsteller Sergio Kreisler und spielt mit einer der Stecknadeln, mit denen auf einer Weltkarte die Goethe-Institute markiert sind. Bald wendet er sich wieder dem Kollegen Berengar zu, der für die Delegation aus seinen Werken liest ... Herbert Rosendorfer, 1934 in Bozen geboren, war Gerichtsassessor, dann Staatsanwalt und ab 1967 Richter in München und Naumburg/Saale. Der Jurist veröffentlichte seit 1969 zahlreiche Werke, unter denen die "Briefe in die chinesische Vergangenheit" am bekanntesten geworden sind. Seine Themen sind genauso vielfältig wie die Figuren, die seine Erzählungen bevölkern. Mit scharfem Blick erkennt der Sprachvirtuose das Charakteristische, die Eigenheiten und Skurrilitäten seiner Figuren und trifft für jede den richtigen Ton. Herbert Rosendorfer war Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste sowie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz und wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt 2010 mit dem CORINE-Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten. Am 20. September 2012 ist er in Bozen verstorben.

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