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Di, 23.02.2021 | 10:05-11:00 | Ö1

Anklang

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Zeitzeugen beschrieben den hochgewachsenen, hageren Dirigenten als weltoffenen, liebenswürdigen Menschen, der während seiner künstlerischen Arbeit durchaus auch unnachgiebig, schwierig und mitunter aufbrausend gewesen sein soll. Sein Herz schlug für die Orchesterwerke von Mahler, Richard Strauss und der neuen Wiener Schule, aber auch als Operndirigent sorgte Dimitri Mitropoulos mit seinem ekstatischen Dirigierstil für Sternstunden. Der Mittelpunkt seines Wirkens lag in Amerika, wo er 1936 in Boston als Einspringer in der Doppelfunktion als Pianist und Dirigent erstmals Aufsehen erregt hat und wo er sich 1946 einbürgern ließ. Obwohl, oder vielleicht auch weil in Europa sein Musizierstil durchaus kontrovers diskutiert wurde, war er in der alten Welt gerne willkommen, etwa bei den Salzburger Festspielen, wo er zwischen 1954 und 1960 Opern und Konzerte leitete. Im selben Zeitraum war Dimitri Mitropoulos auch als Dirigent an der New Yorker Metropolitan Opera tätig, und aus dieser Zeit stammen auch die Ausschnitte, die wir in Anklang anlässlich der 125. Wiederkehr seines Geburtstags präsentieren.

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