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Detailbild MDR Kultur – Filmmagazin
Sa, 05.12.2020 | 00:00-00:15 | MDR

MDR Kultur – Filmmagazin

Kulturmagazin, D

Käthe Kruse Mit ihren Puppen revolutionierte sie Anfang des 20. Jahrhunderts die Kinderzimmer und noch heute sind Käthe Kruse Puppen bekannt in aller Welt. Der Film "Käthe Kruse" erzählt die außergewöhnliche Lebensgeschichte der Frau hinter den Puppen. Als uneheliche Tochter einer Näherin ging sie als Schauspielerin nach Berlin, lernte dort den berühmten Bildhauer Max Kruse kennen. Sie wurde schwanger und lebte mit dem 30 Jahre älteren Mann in wilder Ehe. Damals ein Skandal. Als Spielzeug für ihre eigenen Kinder entstanden ihre ersten Puppen. Lebendige Gesichter, weiches Material – dem echten Leben nachempfunden, das wurde ihr Markenzeichen. Das Interesse an diesem handgefertigten Spielzeug wuchs. Stück für Stück baute sie die Produktion aus und wurde zur bekanntesten weiblichen Unternehmerin ihrer Zeit. Tee mit Mussolini Im Florenz der 1930er Jahre nimmt sich eine Gruppe feiner englischer Ladies des Halbwaisen Luca an. Sie lehren ihn die englische Lebensart und wecken seine Liebe zur Kunst. Für sie ist es außerdem immens wichtig, ihre Gepflogenheiten beizubehalten, selbst, als der Krieg unmittelbar bevorsteht. Doch selbst nach einer Audienz beim Duce sind sie nicht mehr sicher. Der italienische Regisseur Franco Zeffirelli hat in "Tee mit Mussolini" seine eigene Kindheit thematisiert. Ein mit Judi Dench, Maggie Smith und Cher großartig besetzter Film, der jetzt seine BluRay-Premiere feiert. Survive the Night Der Raubüberfall der Brüder Mathias und Jamie läuft aus dem Ruder – Mathias wird angeschossen. In ein Krankenhaus können sie natürlich nicht. Deshalb verfolgen sie den Unfallarzt Rich bis nach Hause und wollen, dass er den Verbrecher behandelt. Dafür nehmen sie die Familie des Arztes als Geisel. Aber sie haben nicht mit seinem Vater, dem pensionierten Sheriff Frank, gerechnet. "Survive the Night" – ein Actionfilm mit Bruce Willis. Rolf Hoppe zum 90. Rolf Hoppe war einer der großen deutschen Schauspieler. Etwa 400 Rollen hat der Sohn eines Bäckers gespielt, vom König in der legendären Märchenverfilmung "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", den Bösewicht in Indianerfilmen oder den Nazi in István Szabós Mephisto. Hoppe war ungeheuer wandelbar. Er selbst erfüllte sich 1995 einen Lebenstraum mit seinem Hoftheater in Dresden-Weißig. Am 6. Dezember wäre der Ausnahmeschauspieler, der 2018 gestorben ist, 90 Jahre alt geworden. Lars Eidinger und der Film "Schwesterlein" Fünf Jahre haben die beiden Schweizer Filmemacherinnen Stephanie Chuat und Veronique Raymond an ihrem sehr intimen Krebs-Drama über die enge Beziehung zweier Geschwister gearbeitet – mit Nina Hoss als Schwester und Lars Eidinger als sterbenden Bruder. Nach fünf Jahren mühevoller Arbeit und trotz Ablehnung jeglicher deutscher Förderung, haben sie dieses innigliche Drama Ende Oktober endlich auf die deutsche Leinwand gebracht. In "Schwesterlein" geht es um Leben und Tod, darum, dass das "Begehrtsein", die Bühne, eine sinnvolle Aufgabe, ja Lebensmittel, sind. Nur vier Tage nach der deutschen Premiere kam der zweite Lockdown. Wir haben Lars Eidinger in Berlin getroffen und mit ihm über Theater, den Bühnentod und Authentizität im Film gesprochen.

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10.61.5.114