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Fr, 30.10.2020 | 02:05-02:35 | NDR

Kulturjournal

Kulturmagazin, D 2020

Frauen kreiden an: sexuelle Belästigung auf der Straße Geiler Arsch, Süße! Na, kommst du mit zu mir? Puppe, komm' doch mal rüber! Das sind Beispiele für sexuelle Belästigung auf der Straße, die viele Mädchen und Frauen kennen. Der Fachausdruck dafür: Catcalling. Und das ist alles andere als eine Form des Kompliments. Im Gegenteil. Es ärgert, verunsichert, stört Frauen. Eine Studentin hat nun eine Petition an die Politik gestartet, damit eben diese Form der sexuellen Belästigung unter Strafe gestellt wird. Denn während in Frankreich, Portugal, Belgien und den Niederlanden Catcalling schon strafbar ist, ist es in Deutschland kein eigener Straftatbestand. 2016 fing eine Studentin in New York an, derartige Belästigungen mit Kreide auf die Straße zu schreiben und das auf Instagram zu posten als eine Art Mahnmal gegen Catcalls. Inzwischen gibt es derartige Aktionen überall auf der Welt. Auch in Hannover. Das "Kulturjournal" hat die Initiatorinnen in Hannover getroffen und mit einer Expertin darüber gesprochen, warum Männer meinen, Frauen auf der Straße so belästigen zu müssen. Gegen die Angst: bessere Stadtplanung für Frauen Es gibt sie in allen Städten, wenig einsehbare Ecken, schlecht beleuchtete Unterführungen, dunkle Parks. Orte, an denen Menschen unwohl wird, viele Frauen Angst bekommen. Tatsächlich fühlt sich kaum eine Frau sicher, wenn sie in Städten unterwegs ist. Und das nicht nur im Norden, sondern weltweit, wie eine aktuelle Studie von Plan International zeigt. Dabei braucht es gar nicht so viel, um vor allem das subjektive Sicherheitsempfinden zu verbessern: ausreichend Licht, mehr Übersichtlichkeit. Doch warum wird das in der Stadtplanung so wenig bedacht? Das "Kulturjournal" spürt in Hamburg der Angst nach, besucht die unwirtlichen Orte im Lebensraum Großstadt und spricht mit Maike Röttger von Plan International sowie einer Stadtplanerin, die schon seit Jahren in Wien für gendergerechte Stadtentwicklung sorgt. Kultur trotz Corona: Wie geht es Theatern und Konzertveranstaltern? Endlich wieder Kultur. Die Wiedereröffnung der Theater und Konzerthäuser nach den langen Schließungen wurde von Kulturschaffenden und Publikum lang ersehnt. Jetzt laufen die Vorstellungen seit einigen Wochen, aber die Coronamaßnahmen machen den Häusern weiter zu schaffen: massive Umsatzeinbußen, denn nur ein Bruchteil an Plätzen darf überhaupt verkauft werden. Und nicht alle Angebote werden angenommen, denn ein Teil des Publikums hat trotz strenger Hygieneregeln Angst vor Ansteckung. Lohnt es sich da überhaupt, in Coronazeiten Theater zu spielen und Konzerte zu geben? Das "Kulturjournal" besucht das Landestheater Oldenburg und spricht mit einem Veranstalter über die aktuelle Situation. Ein Beitrag im Rahmen der NDR Debatte "Kultur trotz Corona – Wie viel können wir uns noch leisten?". Tennisstar als Schriftstellerin: Treffen mit Andrea Petkovic Andrea Petkovic hat ihr Romandebüt hingelegt. In "Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht" nimmt der Tennisstar die Leserinnen und Leser mit in die Welt eines faszinierenden Sports, der so unkontrollierbar und aufregend ist wie das Leben selbst. Klug, poetisch und mit viel warmherzigem Humor erzählt sie Geschichten aus ihrer Kindheit und Jugend. Das "Kulturjournal" trifft die Neu-Schriftstellerin in einer Buchhandlung und (natürlich) auf dem Tennisplatz. Maximaler Zustand der Unruhe: Kunstpreis der Stadt Wolfsburg für Birgit Brenner Ihre Arbeiten sollen maximal beunruhigen, in ihrem Werk bearbeitet sie gesellschaftlichen Fragen und Probleme, ihre Kunst beschreibt eine Sicht auf die Welt, wie sie sein könnte. Dafür bekommt Birgit Brenner in diesem Jahr den Kunstpreis der Stadt Wolfsburg. In dem Zusammenhang zeigt sie neue Arbeiten, die für Wolfsburg entstanden sind: zwei Kurzfilme und eine Rauminstallation, die um die Themen Weltuntergang und Zerstörung kreisen und das nicht Wahrhabenwollen, das Davonlaufen vor Gefahr. Das "Kulturjournal" war beim Aufbau der Ausstellung mit dabei und hat sich von Birgit Bren

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