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Detailbild Amerikas Flüsse: Der Los Angeles River – Aus den Bergen ins Betonbett
Do, 29.10.2020 | 14:00-14:45 | WDR

Amerikas Flüsse: Der Los Angeles River – Aus den Bergen ins Betonbett

Dokureihe, D 2016

Der Los Angeles River ist – von seinen Ursprüngen im San Fernando Valley bis zu seiner Mündung in den Pazifischen Ozean – fast ausschließlich in einem Betonbett kanalisiert. 82 Kilometer lang fließt er durch die Vier-Millionen-Metropole, vorbei an Filmstudios, Industrie und Wohngebieten. Mit rund 18 Millionen Menschen gehört die Metropolregion Los Angeles zu den größten der Welt. All diese Menschen brauchen Wasser – Wasser, das es in der kalifornischen Wüste eigentlich nicht gibt. Der ursprüngliche Los Angeles River entspringt als kleiner Bach im San Fernando Valley. Da sein Wasser nicht ausreicht, wird seit zwei Jahrhunderten mit einem riesigen Aquädukt Wasser aus dem Owens Valley in die Region transportiert – 370 Kilometer weit. Ein Kraftakt der Ingenieurskunst. Kämpfe um Macht und Geld wurden um dieses Wasser geführt, viele Hollywoodfilme erzählen davon. Dann verkam der Los Angeles River zu einem Flutschutz- und Abwasserkanal, spielte keine große Rolle mehr in der "Stadt der Engel". Aber nachdem Aktivisten und Künstler jahrelang für einen natürlichen Fluss kämpften, ist die Stadt endlich bereit, den Fluss teilweise aus seinem Betonkorsett zu befreien.

Originaltitel:
Amerikas Flüsse
Regie:
Katja Esson
10.61.5.113