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Mi, 14.10.2020 | 17:55-18:00 | Ö1

Betrifft: Geschichte

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Seit jeher gilt Wein als Kulturgut. Religiös und mythologisch verankert ist der Rebensaft schon seit vielen Jahrtausenden. In der christlichen Ikonographie steht die Weinrebe symbolisch für das Blutopfer Christi. Aus der römischen Antike stammen auch die ersten Nachweise von Weinanbau in Österreich. Das damals deutlich mildere Klima ermöglichte Reben, die auch in Vorarlberg, Kärnten und Oberösterreich gute Erträge brachten. Als Relikte einer längst vergangenen Zeit existieren dort auch heute noch Ortsnamen wie Tragwein oder Weinberg. Durch den Klimawandel der vergangenen Jahre werden viele der alten Weinbaugebiete wieder reaktiviert. Wichtig war der Wein auch für die Grundversorgung der Bevölkerung, denn um Wasser genießbar zu machen wurde dieses oft mit Wein gestreckt. Die Idee des wissenschaftlich erforschten Weinbaues geht in unseren Breiten in die Zeit Erzherzog Johanns zurück, der in der Steiermark mit verschiedenen Rebsorten und Anbaumethoden experimentierte. Um herbe Tropfen schmackhafter zu machen, gehörte das Pantschen von Wein lange Zeit zum Repertoire vieler Winzer. Für Österreich brachte der Weinskandal während der 1980er-Jahre eine Trendwende hin zu mehr Qualität. Heute erzielen österreichische Spitzenweine internationale Auszeichnungen.

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