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Detailbild Durch das Herz der Schweiz – der Gotthardbasistunnel
Di, 13.10.2020 | 21:45-22:15 | ARD-alpha

Durch das Herz der Schweiz – der Gotthardbasistunnel

Dokureihe, D 2016

Die "Königsstrecke aller Alpentransversalen" verläuft durch den Gotthard, das Herz der Schweiz. So war es die letzten 134 Jahre und wird es auch in Zukunft sein, inzwischen nur etwas anders. Seit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2016, als der neue Gotthard-Basistunnel dem Verkehr übergeben wurde, rasen Personenzüge mit Tempo 250 durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt. "Eisenbahn-Romantik" hatte die Gelegenheit, bei den Probe- und Testfahrten dabei zu sein. Der 57 Kilometer lange Tunnel ist das Herzstück des Rhein-Alpen-Korridors, der die wirtschaftstärksten Gebiete Europas verbindet. Es handelt sich um eine der wichtigsten Transitrouten zwischen Nord – und Südeuropa, zwischen den Häfen Rotterdam und Genua. 64 Prozent der Schweizer haben sich für den Bau des 11 Milliarden Euro teuren Tunnels ausgesprochen. Bis zu 2.500 Arbeiter haben 17 Jahre lang den Tunnel durch den "Scheitelpunkt Europas" getrieben. Früher dachten die Schweizer, der Gotthard sei die Wiege der Eidgenossenschaft. Der Gotthard ist mehr als ein Gebirgsmassiv, er ist ein Mythos durch den nun der tiefste Tunnel der Welt führt, 2.300 Meter Gestein lagern über ihm. Die Gotthardbahn hat wie keine andere Eisenbahnstrecke das Selbstwertgefühl der Schweizer geprägt, sie sprechen daher auch von der "Weltbahn". Gebaut wurde der neue Tunnel, um mehr Güter auf die Schiene zu bringen. Die Personenzüge fahren künftig mit Tempo 200 und die Güterzüge mit Tempo 100 durch den neuen Tunnel, auf der 30 Kilometer kürzeren Strecke Richtung Süden. Die Steigung wurde im Gegensatz zur alten Gotthardstrecke von 26 auf 12 Promille gesenkt. Ende 2016 wurde eine neue Ära des transalpinen Eisenbahnverkehrs eröffnet.

Originaltitel:
Eisenbahn-Romantik

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10.61.5.113