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Detailbild Land der Berge
Mi, 16.09.2020 | 21:50-22:20 | ORF 3

Land der Berge

Viehtrieb am Krimmler Tauern
Reisereportage, Ö 2013

Die 2.655 Meter hohe Birnlücke und der 2.634 Meter hohe Krimmler Tauern verbinden als alte Saumpfade Salzburg mit dem Südtiroler Ahrntal. Heute rückt der Übergang einmal pro Jahr – traditionell am zweiten Wochenende im Oktober – in den Mittelpunkt, wenn Südtiroler Bauern ihr Vieh aus dem Krimmler Achental zurück nach Südtirol treiben, oft bei sehr schlechtem Wetter und extremen Verhältnissen. Das Krimmler Achental und vor allem der Krimmler Tauern wurden bereits zur Römerzeit als Alpenübergang genutzt. Im 14. Jahrhundert entstanden im Krimmler Achental und im Ahrntal je eine "Raststation", die es noch heute gibt. Das Krimmler Tauernhaus wurde 1389 erstmals urkundlich erwähnt. Reisende bekamen gratis Kost, Logis und bei schlechtem Wetter wärmende Kleidung zu leihen. Es diente als wichtige Raststätte für den Handel mit Wein aus dem Süden und Salz aus dem Norden sowie als Stützpunkt für die Vermisstensuche. Noch heute ist das Krimmler Tauernhaus eine beliebte Herberge, wenn auch im touristischen Umfeld.

Originaltitel:
Über die Jöcher – Handel, Flucht und Viehtrieb am Krimmler Tauern

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