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Mo, 14.09.2020 | 09:45-09:57 | Ö1

Radiokolleg

Radio

Im Januar 2017 hat das Radiokolleg das [https://oe1.orf.at/lexikonderpopmusik|Lexikon der österreichischen Popmusik] gestartet. Von Ambros bis Qualtinger, von Danzer bis Wanda wird das Leben und Werk einzelner Künstler, Musiker/innen und Bands dokumentiert, ihre Bedeutung für die österreichische Musiklandschaft reflektiert und ihr Beitrag zu einer kritischen Gegenkultur gewürdigt. *Ganymed – Pioniere der heimischen Disco-Welle* Im Jahr 1977 vom Studiotechniker Gerry Edmond gegründet, machte die Wiener Formation Ganymed mit einer Mischung aus Synthesizer-Elektronik und Space Rock auf sich aufmerksam und zählt in der Retrospektive zu den wesentlichsten Repräsentanten der österreichischen Disco-Ära. Getreu ihrer künstlerischen Konzeption – Musik aus dem Weltall, gespielt von Außerirdischen – trat die Band stets in futuristischen Kostümen auf, die die Identität der Musiker verschleierte. Lediglich die als Lead-Sängerin und Frontfrau in Erscheinung tretende Pulsaria (alias Yvonne Dory) zeigte ihr Gesicht. Die offiziellen Namen der restlichen Ganymed-Musiker blieben kryptisch: Kroonk, Cak, Izl und Vendd. Im Jahr 1978 veröffentlichten Ganymed ihr Debut-Album "Music drives my crazy", das vom Gipsy Love-Produzenten René Reitz aufgenommen wurde. Gleichzeitig konnte die Gruppe auch im europäischen Ausland reüssieren, etwa mit den Single-Hits "Saturn" oder "It takes my higher". Nach insgesamt 3 Studioallben löste sich die Band im Jahr 1983 auf.

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