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Mo, 29.06.2020 | 21:05-22:00 | ORF 2

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Magazin, Ö 2020

Tourismus in Österreich – zwischen überfüllten Seeorten und Corona-Sorgen: "Over-Tourism" kennt man im Salzkammergut vor allem aus dem Weltkulturerbe-Ort Hallstatt. Während dort die chinesischen Touristinnen und Touristen von Scharen an österreichischen Tagesgästen abgelöst wurden, stöhnen nun auch andere Orte und Plätze der Region angesichts der zahlreichen Ausflügler/innen und Urlauber/innen, die bei Schönwetter im Auto anreisen. Volle Badeplätze, überfüllte Lokale – und kaum Beachtung der Corona-Regeln. Seehotels im Salzkammergut und in Kärnten sind gut gebucht. Sonja Hochecker und Eva Kordesch beleuchten die Licht- und Schattenseiten der neuen Sommerfrische. Wettlauf um den Impfstoff – Österreicher mischen ganz vorne mit: Es ist ein Rennen der Superlative. Noch nie ist so viel Geld in die Forschung gesteckt worden und noch nie sind Impfstoffe schneller entwickelt worden als jetzt im Kampf gegen COVID-19. Der österreichische Immunologe Wolfgang Leitner arbeitet für die größte staatliche Forschungseinrichtung in den USA. Er forscht selbst an einem Impfstoff und vergibt an die aussichtsreichen Kandidaten Förderungen in Milliardenhöhe. Weltweit sind acht Impfstoffe bereits in der klinischen Phase, das heißt, sie werden an Freiwilligen getestet. Unter den Hoffnungsträgern ist auch ein Kandidat aus Österreich: Die kleine Biotech-Firma Themis hat einen Impfstoff, der sich bei Tropenkrankheiten bewährt hat, adaptiert und wurde vom US-Pharma-Giganten Merck aufgekauft. "Ich kann nicht sagen, wann es einen Impfstoff gibt, aber ganz sicher geht es schneller, als wir es vor einem Jahr für möglich gehalten haben", sagt Themis-Chef Erich Tauber. Sabina Riedl hat den Stand der Forschung recherchiert. Gunskirchen – Massengrab unter dem Waldboden: Es war eines der schrecklichsten Konzentrationslager und ist bis heute eines der unbekanntesten: Gunskirchen in Oberösterreich. "Die Zustände waren schlimmer als in Auschwitz", erinnert sich Shaul Spielmann im "Thema"-Interview, "der Waldboden war übersät mit Leichen". Als die Amerikaner das Lager im Mai 1945 befreiten, ließen sie die Tausenden Toten in Massengräbern im Waldboden vergraben. 1979 wurden 1227 Opfer exhumiert und in Mauthausen beigesetzt. Historiker/innen vermuten Tausende weitere Tote und fordern weitere Grabungen, berichtet Christoph Bendas. Kein Kirchtag, keine Dorffeste – Marktleute in der Corona-Krise: Edith Haslinger ist Marktfahrerin in dritter Generation. Sie verkauft Dirndln und Trachtenanzüge. Ein gutes Geschäft – normalerweise. Heuer werden viele Kirchtage und Wiesn-Feste wegen Corona abgesagt. Die Bürgermeister hätten Angst, ein zweites Ischgl zu riskieren, meint sie: "Wir Marktfahrer dürfen zwar unsere Waren anbieten, aber wo?" 4.800 Marktfahrer/innen sind betroffen, berichtet Sonja Hochecker.

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10.61.5.115