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Detailbild Wenn das Geld nicht reicht
Mi, 15.01.2020 | 22:45-23:15 | ZDF

Wenn das Geld nicht reicht

Arbeiten zum Hungerlohn
Dokumentation, D 2020

Der Arbeitsmarkt in Deutschland boomt, doch vom wirtschaftlichen Aufschwung profitieren nicht alle. Immer mehr Menschen arbeiten zu Niedriglöhnen. Sie arbeiten in der Fleischerei, malochen im Trockenbau, schuften in der Gastronomie oder liefern Essen aus – und verdienen trotz Vollzeitjob oft weniger als 2000 Euro brutto im Monat. Obwohl sie hart arbeiten, können sie ihr Leben kaum bestreiten. Die "ZDFzoom"-Dokumentation geht der Frage nach, warum Millionen Menschen trotz Arbeit arm sind. Diana Oertel etwa braucht drei Jobs, um über die Runden zu kommen: Erst putzen, dann Sushi-Taxi, später steht sie dann an der Supermarkt-Kasse. Sie arbeitet mehr als 40 Stunden in der Woche, trotzdem bleibt der Alleinerziehenden und ihren Kindern kaum mehr als mit Hartz IV. Wie ihr geht es immer mehr Menschen in Deutschland: Gab es 2003 noch 1,4 Millionen Nebenjobber, so üben aktuell rund drei Millionen Erwerbstätige zusätzlich zum Hauptjob mindestens einen Nebenjob aus. Paketzusteller Martin, der aus Bulgarien nach Deutschland gekommen ist, macht täglich zwei bis vier unbezahlte Überstunden, der Zeitdruck ist enorm. Trotzdem verdient er weniger als 1500 Euro brutto. Er ist einer von 4,1 Millionen Vollzeitbeschäftigen, die zu Niedriglöhnen arbeiten. Das ist fast jeder fünfte Berufstätige in Deutschland. Und Vollzeitarbeitsplätze nehmen ab – stattdessen gibt es immer mehr Teilzeitkräfte und Solo-Selbstständige. "ZDFzoom" zeigt, was im Niedriglohnsektor schiefläuft. Ein Sektor, der in den vergangenen 20 Jahren immer größer geworden ist. Die Gründe: vor allem die Agenda 2010 und der Rückgang bei der Tarifbindung. Zahlreiche Maßnahmen der Bundesregierung erreichen nicht das gewünschte Ziel. "ZDFzoom" konfrontiert Bundesarbeitsminister Heil und die Gewerkschaften. Mehr unter www.zoom.zdf.de

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10.61.5.115